Ohne Moos nichts los! Gehen FSV und Vermarkter U! Sports getrennte Wege?

Zwickau - Ohne Moos nichts los! Vor zwei Jahren fehlten dem FSV Zwickau im Zuge der DFB-Nachlizenzierung zur Saison 2016/17 stattliche 411.000 Euro. Diesmal waren es sogar 670.000 Euro.

Damit die FSV-Fans auch in Zukunft Drittliga-Fußball in Zwickau sehen können, muss der Verein neue Wege gehen.
Damit die FSV-Fans auch in Zukunft Drittliga-Fußball in Zwickau sehen können, muss der Verein neue Wege gehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mit Stundungen und Darlehen konnten die DFB-Vorgaben zur Nachlizenzierung jeweils gestemmt werden. Auf Dauer geht das finanzielle Vabanquespiel nicht gut!

"Deswegen haben wir Ende November klar kommuniziert, dass Wege gefunden werden müssen, um auf Dauer in der 3. Liga wettbewerbsfähig zu sein", ruft Christian Breiner, kaufmännischer Geschäftsführer des FSV Zwickau, den dramatischen Appell vom Spätherbst zurück ins Gedächtnis.

In der laufenden Saison sprangen externe Geldgeber mit einem Darlehen in Höhe von 375.000 Euro ein.

Vermarktungspartner U! Sports stundete zudem Provisionszahlungen in der Größenordnung von 295.000 Euro.

"Das darf aber kein Dauerzustand werden, sonst stehen wir in einigen Jahren an dem Punkt der Überschuldung", schenkt Breiner reinen Wein ein.

Christian Breiner.
Christian Breiner.  © PR/Daniel Sacher

Negativbeispiele gibt es zuhauf! Lokalrivale Chemnitzer FC ging nicht zuletzt wegen aufgelaufener Provisionsforderungen von Vermarkter Infront in die Knie.

Damit es in Zwickau nicht soweit kommt, wir die Partnerschaft mit U! Sports auf Herz und Nieren geprüft.

Breiner: "Es besteht eine langfristige Kooperation, die auch nicht in Frage gestellt wird. Seit Ende letzten Jahres besprechen wir dennoch Optionen, wie es künftig weitergeht. Das erfolgt ergebnisoffen. Wenn Ende des Tages beide Parteien der Meinung sind, dass es besser ist, die Vermarktung wieder in Vereinshände zu geben, dann ist es so."

Aktuell belaufen sich die Sponsoringerlöse des FSV auf 2,8 Mio. Euro. Stellt sich die Frage, ob die Westsachsen diese Größenordnung auch mit eigenen Ressourcen erreichen und dabei die Ausgaben unterhalb der jährlich veranschlagten Provisionszahlung von 295.000 Euro bleibt.

Interessant: Der FSV schreibt bereits eine Stelle für einen "Manager Sponsoring & Marketing" aus. Dazu Breiner: "Es ist nichts final entschieden. Wir wollen einfach nur für die Zukunft vorbereitet sein."

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