FSV-Matchwinner Antonitsch: Familienbesuch, aber für Mama ist Aufregung zu groß

Zwickau - Wenn Nico Antonitsch trifft, gibt es Punkte! Ende September erzielte der Österreicher in Duisburg gegen Uerdingen den 2:1-Siegtreffer.

So köpfte Nico Antonitsch (2.v.l./halb verdeckt) den späten Ausgleich.
So köpfte Nico Antonitsch (2.v.l./halb verdeckt) den späten Ausgleich.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Am Sonnabend sorgte er zu Hause gegen Meppen in letzter Minute für das 1:1.

"Das war aber auch mehr als verdient. Eigentlich hätten es drei Punkte sein müssen", meint der kopfballstarke Innenverteidiger.

Im Luftzweikampf macht Antonitsch so schnell niemand etwas vor. Vier seiner fünf Drittligatreffer erzielte er mit Köpfchen.

In die Freude über das letzte Tor mischte sich Frust über den vorherigen Spielverlauf: "Mit dem ersten Gegenangriff geraten wir in Rückstand. Danach investieren wir viel, um uns Chancen zu erspielen, müssen am Ende aber froh sein, dass wenigstens ein Punkt dabei herausspringt."

Bereits im ersten Durchgang erarbeitete sich Zwickau ein Chancenplus.

In der zweiten Halbzeit waren die Westsachsen drückend überlegen, doch Lion Lauberbach (49.) und Ronny König (50./83.) verpassten den Ausgleichstreffer.

Ein Küsschen nach dem späten Tor: Nico Antonitsch (r.).
Ein Küsschen nach dem späten Tor: Nico Antonitsch (r.).  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

"Das Spiel lag in unserer Hand. Dass es mit dem erhofften Heimsieg nichts wurde, ist ärgerlich. Noch schlimmer wäre es gewesen, wenn wir nach all dem Einsatz als Verlierer vom Platz gehen", so Antonitsch.

Granteln ist erlaubt, der Vergangenheit nachtrauern nicht, denn beim TSV 1860 München steht das Auswärtshighlight schlechthin an.

Über 1000 Schlachtenbummler haben sich für diesen Sonnabend an der Grünwalder Straße angesagt. Da kann man schon jetzt eine Gänsehaut bekommen.

"Ich freue mich riesig auf das Spiel. Wenn wir in München gewinnen, wäre das richtig geil", leuchten Antonitschs Augen, bevor er TAG24 verrät, warum das Gastspiel nahe der österreichischen Heimat für ihn ganz besonders wird:

"Mein Papa und Bruder werden da sein. Die Mama kommt auch mit, sie wird aber nicht mit ins Stadion kommen, denn dafür ist sie zu aufgeregt."

Schließlich soll sie ihren Sohnemann mit ihrer Aufregung nicht anstecken, sonst köpft er womöglich noch neben das Tor. Mit fatalen Folgen...

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