Finanzen hier, Schiris da: FSV und Preußen haben Sorgen mit dem DFB

Zwickau - Zwei Krisen-Klubs sind am Samstag (14 Uhr) unter sich: Der FSV Zwickau liegt mit dem DFB bei der Nachlizenzierung über Kreuz, muss bis Ende Januar 740.000 Euro liquide Mittel nachweisen (TAG24 berichtete).

FSV-Coach Joe Enochs muss aufpassen, dass sich die Finanzprobleme nicht auf seine Mannschaft auswirken.
FSV-Coach Joe Enochs muss aufpassen, dass sich die Finanzprobleme nicht auf seine Mannschaft auswirken.  © Picture Point/Gabor Krieg

Kontrahent Preußen Münster bekam die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zwar bestätigt, hadert aber mit den Schiris.

"Gerade auf uns bezogen haben sie zuletzt viel zu oft die Spiele negativ beeinflusst", knöpfte sich SCP-Coach Marco Antwerpen zuletzt öffentlich die Drittliga-Referees vor.

Sportdirektor Malte Metzelder verfasste deswegen sogar einen Brief an Schiri-Chef Lutz-Michael Fröhlich. Das Fass zum Überlaufen brachte das jüngste 0:5 beim Karlsruher SC.

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Die Westfalen fingen sich zwei Elfmeter ein und verloren Abwehrchef Ole Kittner mit Rot. Unabhängig davon verletzte sich Torjäger Rufat Dadashov am Oberschenkel.

FSV-Coach Joe Enochs hat davon Notiz genommen und versucht, sich den Gegner zurechtzulegen - zumindest auf dem Papier.

Auf dem, so groß wie eine Gelbe Karte, hat der US-Boy die taktische Ausrichtung des Gegners fein säuberlich notiert. Die Antwerpen-Elf erwartet er im 3-5-2: "Sie werden unglaublich offensiv spielen und anders auftreten als in Karlsruhe."

Auch SCP-Trainer Marco Antwerpen hat seine Probleme mit dem DFB.
Auch SCP-Trainer Marco Antwerpen hat seine Probleme mit dem DFB.  © Imago

Als Ersatzmann für Kittner hat Enochs Simon Scherder ausgemacht. Martin Kobylanski, der mit sieben Treffern genauso oft geknipst hat wie Dadashov, wird dafür wohl zentral etwas offensiver agieren.

"In Karlsruhe haben sie mit Viererkette gespielt, davor gegen Halle im 3-4-3. Münster ist eine unglaublich flexible und variable Mannschaft", weiß Enochs.

Gleiches gilt für seine Elf. Außer der Doppelsechs ist bei den Westsachsen nichts in Stein gemeißelt. Gegen Großaspach lief der FSV im 3-4-3 auf.

Zu den etatmäßigen Spitzen Ronny König und Lion Lauberbach gesellte sich Außenbahnspieler Christian Bickel. Der 27-Jährige war auf den Außen ein stetiger Unruheherd und gab beim 3:0-Erfolg die Vorlagen für die ersten beiden Treffer.

Auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Münster-Spiel von Coach Enochs darauf angesprochen, reagierte Bickel mit einem kleinen Seitenhieb: "Das war ein schönes Gefühl. Grundsätzlich war es aber gut, mal wieder von Beginn an zu spielen."

Der bis dato letzte Startelfeinsatz datierte immerhin vom zwölften Spieltag.

Christian Bickel (l., im Zweikampf mit Raphael Jamil Dem), lieferte beim 3:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ein starke Partie ab und wird am Samstag in Münster wohl wieder in der Zwickauer Startelf stehen.
Christian Bickel (l., im Zweikampf mit Raphael Jamil Dem), lieferte beim 3:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ein starke Partie ab und wird am Samstag in Münster wohl wieder in der Zwickauer Startelf stehen.  © Picture Point/Gabor Krieg

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