Viteritti & Wegkamp drehen das Spiel und beenden Zwickauer Auswärtsfluch

Magdeburg - Das neue Jahr geht gut los! Der FSV Zwickau dreht beim 1. FC Magdeburg vor 17.518 Zuschauern spät auf und gewinnt 2:1 (0:1). Für die Rot-Weißen ist es der erste Pflichtsieg in Magdeburg seit 20. März 1971.

FSV-Mittelfeldmann Fabio Viteritti (Mitte) nach seinem Ausgleichstreffer.
FSV-Mittelfeldmann Fabio Viteritti (Mitte) nach seinem Ausgleichstreffer.  © Picture Point/S. Sonntag

Joe Enochs nahm gegenüber dem letzten Pflichtspiel drei Veränderungen vor. Maurice Hehne (Adduktoren), Marcus Godinho (Gelb-Rot) und Elias Huth (Mittelfußbruch) fielen aus. Für sie kamen Christopher Handke, Leon Jensen und Gerrit Wegkamp rein. Gleichzeitig wurde auf 3-5-2 umgestellt.

Mit diesem taktischen Kniff fuhren die Gäste überhaupt nicht gut! Im Deckungsverbund offenbarten sie extreme Schnelligkeitsdefizite und luden Magdeburg förmlich ein.

Christopher Handke ließ sich an der rechten Außenlinie von Marcel Costly den Ball abnehmen. Davy Frick konnte nicht dazwischen spritzen, sodass Christian Beck auf die Reise geschickt wurde. Mit flacher Eingabe steckte der Torjäger zu Sören Bertram (3.), der locker einschob.

Der FSV besaß in der kompletten ersten Hälfte eine (!) Gelegenheit, die das Prädikat Torchance verdiente - und die war das Resultat eines Zufallsprodukts.

Fabio Viteritti legte ungewollt für Wegkamp auf, der aus der Drehung abschloss (7.). Morten Behrens zeigte leichte Schwierigkeiten, bekam das Leder aber noch über die Querlatte gelenkt.

Wegkamp trifft für den FSV in der 67. Minute zum Sieg

FSV-Stürmer Gerrit Wegkamp (links) kickte den FSV zum Sieg.
FSV-Stürmer Gerrit Wegkamp (links) kickte den FSV zum Sieg.  © Picture Point/S. Sonntag

Deutlich gefährlicher agierten die Hausherren, weil man sie ließ und sich zu viele Graupen leistete. Abwehrchef Frick rang Beck an der Mittellinie den Ball ab, Costly blockte den Befreiungsschlag und hebelte die komplette Kette aus.

Mario Kvesic zog den Sprint an und legte quer auf Bertram. Es war die Dublette zum 0:1, nur verfehlte der Magdeburger diesmal sein Ziel (23.).

Zwickaus Spiel benötigte dringend einen frischen Impuls, für den Enochs mit der Hereinnahme von Neuzugang Can Coskun dann auch sorgte (54.). Die Aktionen waren nun deutlich zielstrebiger, vor allem auf den Außenbahnen.

Morris Schröter setzte auf der rechten Bahn zum Solo an, spielte in den Rücken der Verteidigung, wo Viteritti (65.) freistand - 1:1. Magdeburg war komplett perplex und noch am Sammeln, da klingelte es schon wieder.

Jürgen Gjasula legte unfreiwillig für Wegkamp (67.) auf, der aus 20 Metern Maß nahm - 2:1, Spiel gedreht. Dieser abrupte Bruch zog Blau-Weiß den Zahn.

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