Ein Schritt zurück: FSV-Coach stellt sein Team neu ein

Trainer Torsten Ziegner.
Trainer Torsten Ziegner.  © Ralph Koehler/Propicture

Zwickau – Ich spiele doch nicht in Meppen“, sagte einst Kult-Keeper Harald „Toni“ Schumacher, als Schalke 04 1988 aus der ersten Bundesliga abstieg und damit ein Gastspiel beim SV Meppen bevorstand.

An der Entfernung kann es nicht gelegen haben – Gelsenkirchen und Meppen trennen nur 158 Kilometer. Zum Vergleich: Der FSV Zwickau legte für die Partie am Freitag (19 Uhr) beim SV Meppen, die weiteste Auswärtsreise der Saison, stolze 608 Kilometer, zurück.

Schumacher bekam seinerzeit von einem Meppener Spediteur verpasst, der kurzerhand einen LKW vor dessen Haus in Köln parkte. Der Zwickauer Mannschaftsbus hat seinen Stellplatz (nur) vor der Hänsch-Arena.

Wenn es der FSV-Strafraum wäre, hätte Torsten Ziegner schon einmal eine Sorge weniger. "Wichtig ist eine gute Stabilität, aus der heraus wir erfolgreich nach vorne spielen können", setzt der Fußballlehrer zunächst auf defensive Grundordnung. Denn die fehlte den Westsachsen bei ihren letzten Auftritten. "In den ersten vier Spielen haben wir nicht viel richtig gemacht", kritisiert Ziegner.

Eigentlich wähnte er sein Team schon etwas weiter, sah aufgrund der Neuzugänge einen „Qualitätssprung“.

Allein die bisherigen Ergeb- nisse sprechen eine andere Sprache. „Wir haben erst zwei Punkte geholt. Das ist deutlich hinter unseren Ansprüchen“, bemängelt der 39-Jährige.

Aus diesem Grund laute das Credo: Zurück zu den Wurzeln. „Wir sind in der zweiwöchigen Pause einen Schritt zurückgegangen, um uns neu aufzustellen. Wir werden in Meppen keinen Hurrafußball spielen“, stellt Ziegner klar.

Auf die Abwehr um Klasse-Keeper Johannis Brinkies (hier beim 0:1 in Chemnitz) kommt es für den FSV gegen Meppen besonders an.
Auf die Abwehr um Klasse-Keeper Johannis Brinkies (hier beim 0:1 in Chemnitz) kommt es für den FSV gegen Meppen besonders an.  © Frank Kruczynski

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