FSV-Kapitän Wachsmuth übt Generalkritik: Simpel, naiv, fehlender Wille!

Zwickau - Wäre bei Toni Wachsmuth nach der Cottbus-Pleite (1:2) der Blutdruck gemessen worden, hätte die Quecksilbersäule wohl das Zeitliche gesegnet. Dem FSV-Kapitän schwoll derart der Kamm, dass er erstmal richtig Dampf ablassen musste.

Zwickaus Verteidiger Alexander Sorge (M.) blickt enttäuscht drein.
Zwickaus Verteidiger Alexander Sorge (M.) blickt enttäuscht drein.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Es war eine bittere Niederlage, weil wir in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug waren. Schon in den letzten Spielen haben wir in den brenzligen Situationen nicht den allerletzten Willen gezeigt, Tore zu verhindern", zieht Wachsmuth Parallelen zum Aalen-Spiel (2:3).

Letzte Woche bekam die rechte Abwehrseite zweimal keinen Zugriff auf den Gegner, was zu vermeidbaren Gegentreffern führte. Diesmal war es eine ganze Fehlerkette, die den Cottbuser Ausgleich einleitete.

"Wir sind in Führung und bekommen ein Tor, was zu simpel fällt, weil wir zu naiv sind. Es beginnt mit einem Zweikampf drei gegen eins an der Außenlinie und danach haben wir dreimal die Möglichkeit ein einfaches taktisches Foul zu spielen. Wenn wir das machen gehen wir mit 1:0 in die Pause", hadert Wachsmuth im Nachgang.

Zuvor hatten es René Lange und Nico Antonitsch nicht vermocht, Streli Mamba an der Außenlinie zu tackeln.

Gleich fällt der Cottbuser Siegtreffer! Streli Mamba (3.v.r.) rappelt sich auf und trifft, FSV-Keeper Matti Kamenz (l.) ist machtlos.
Gleich fällt der Cottbuser Siegtreffer! Streli Mamba (3.v.r.) rappelt sich auf und trifft, FSV-Keeper Matti Kamenz (l.) ist machtlos.  © Imago

Der hinzugeeilte Davy Frick konnte ebenfalls nichts ausrichten, hinterließ aber zeitgleich in der Mitte ein großes Loch.

Marcelo de Freitas Costa nutzte diesen Freiraum, schüttelte Christian Bickel und Julius Reinhardt ab - die beide kein taktisches Foul machten - und netzte aus 16 Metern ein.

"Ab da war klar, dass Cottbus wieder aufkommt und anfängt, an sich zu glauben", schwante Wachsmuth Übles.

Er sollte Recht behalten, wenngleich das 1:2 durch Mambas Krabbeleinlage krumm wie eine Spreewald-Gurke fiel.

"Auch da haben wir die Möglichkeit zu retten, sind aber zu zaghaft und verpassen es, uns in den Ball reinzuhauen. Deswegen verlieren wir das Spiel", schüttelt Wachsmuth den Kopf und erhebt zugleich den Zeigefinger:

"Wir können uns auch nicht jede Woche hinstellen und sagen, wir haben unglücklich verloren!"

FSV-Kapitän Toni Wachsmuth übt Generalkritik.
FSV-Kapitän Toni Wachsmuth übt Generalkritik.  © picture point/Sven Sonntag

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