FSV-Finanzkrise macht Profis vor 1860-Partie nicht kirre: "Sind nicht aus allen Wolken gefallen"

Zwickau - Eigentlich gäbe es vor dem Gastspiel am Samstag (14 Uhr) bei Kultclub TSV 1860 München schönere Themen. Für den FSV Zwickau ist es das erste Gastspiel im Grünwalder Stadion.

Das Team will sich aufs Sportliche konzentrieren, die Fans reisen mit 1500 Mann nach München.
Das Team will sich aufs Sportliche konzentrieren, die Fans reisen mit 1500 Mann nach München.  © Picture Point/Gabor Krieg

An die 1500 Auswärtsfahrer werden sich extra auf Reisen machen - mehr fuhren in der 3. Liga nur zu den Derbys nach Chemnitz (1800 bzw. 1600) und Erfurt (1700). Das alles wird von den immensen finanziellen Problemen überschattet.

Wird keine tragfähige Lösung gefunden, um den aktuellen Fehlbetrag von 555.000 Euro auszugleichen, ist ein freiwilliger Rückzug nicht unwahrscheinlich. Zumindest befasst sich der Drittligist mit diesem Szenario (TAG24 berichtete).

Mag sein, dass damit in erster Linie eine Drohkulisse aufgebaut und Stadt sowie Sponsoren wachgerüttelt werden sollen, aber wie kommen diese Aussagen beim kickenden Personal an?

Wer hält gerne die Knochen hin, wenn er damit konfrontiert wird, dass der Klassenerhalt letztlich am Finanziellen scheitert?

"Ich bin schon etwas länger in Zwickau und das ist nix, was mich total aus allen Wolken fallen lässt", meint René Lange.

René Lange will sich mit seinen FSV-Kollegen heute in München nur auf den Fußball konzentrieren.
René Lange will sich mit seinen FSV-Kollegen heute in München nur auf den Fußball konzentrieren.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der 30-jährige Linksaußen steht seit 2015 beim FSV unter Vertrag, erlebte somit die letzte "Finanzkrise" im Dezember 2016, als 411.000 Euro fehlten, hautnah mit:

"Man weiß, dass es für den Verein jedes Mal ein harter Kampf ist, die Liga zu halten. Insofern wirft uns das nicht aus der Bahn."

Zur Beruhigung der Lage trug sicherlich bei, dass FSV-Boss Tobias Leege proaktiv mit klaren Zahlen und Fakten an die Öffentlichkeit ging, anstatt das Ergebnis der Nachlizenzierung durch den DFB abzuwarten und dann als "Getriebener" reagieren zu müssen.

Der Mannschaft schenkte Geschäftsführer Christian Breiner reinen Wein ein.

"Das ist schon aussagekräftig! Außerdem hat es der Verein bisher immer geschafft, seine Aufgaben zu erfüllen", so Lange der versichert: "Dieses Thema entscheidet gegen München nicht über Sieg oder Niederlage."

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