0:2 bei 1860: FSV kann Aufsteiger nichts entgegensetzen

München - Gebrauchter Nachmittag für den FSV Zwickau! Bei Aufsteiger TSV 1860 München liefen die Westsachsen zwei Halbzeiten lang nur hinterher und verloren nach Treffern von Stefan Lex (16.) und Philipp Steinhart (HE/31.) unter dem Strich verdient 0:2 (0:2).

Stefan Lex (l.) trifft für den TSV 1860 München zur 1:0-Führung. FSV-Keeper Johannes Brinkies (M.) kann dem Ball nur hinterherschauen.
Stefan Lex (l.) trifft für den TSV 1860 München zur 1:0-Führung. FSV-Keeper Johannes Brinkies (M.) kann dem Ball nur hinterherschauen.  © picture point/Sven Sonntag

Skurriler Beginn: Löwen-Kapitän Sascha Mölders spielte den Ball beim Anstoß geradewegs zum Gegner.

Danach stand das Geschehen für eine Minute still. Mit dieser Aktion setzten beide Teams ein Zeichen pro eingleisige 3. Liga sowie Rückkehr zu drei Absteigern und gingen damit klar auf Distanz zu den DFB-Oberen.

Als das Spiel lief, setzten die 15.000 Zuschauer den Protest fort. Eine Halbzeit lang verharrte nahezu das komplette Stadion schweigend.

Einzig auf der Haupttribüne spürte man wenig vom deutschlandweiten Fanboykott.

Das Raunen taugte ganz gut als Stimmungstest. Dabei überwog eindeutig das erwartungsvolle "Ah", denn die Münchner Löwen begannen flott und überrannten Zwickaus Dreierkette förmlich.

Ohne Organisator Toni Wachsmuth, der kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Infekts ausfiel, wirkte die FSV-Abwehr kopflos.

Philipp Steinhart (r.) erzielt per Handelfmeter das 2:0 für den TSV 1860 München. FSV-Torwart Johannes Brinkies (l., verdeckt) hat sich für die falsche Ecke entschieden.
Philipp Steinhart (r.) erzielt per Handelfmeter das 2:0 für den TSV 1860 München. FSV-Torwart Johannes Brinkies (l., verdeckt) hat sich für die falsche Ecke entschieden.  © picture point/Sven Sonntag

1860 nutzte das konsequent aus und ging nach unfreiwilliger Kopfballvorlage von René Lange per Lupfer von Lex in Front.

Weiter ging´s mit Einbahnstraßen-Fußball. Lion Lauberbach bekam den Ball an den Arm - Steinhart versenkte den Handelfer.

Joe Enochs hätte zu diesem Zeitpunkt praktisch jeden Feldspieler runternehmen können. Er entschied sich für Mike Könnecke und brachte Morris Schröter.

Gleichzeitig stellte der FSV-Coach von 3-5-2 auf 4-4-2 um. Zwickau stand danach stabiler und ließ das 1:2 liegen.

Die Sechziger schenkten den Ball am eigenen Strafraum her, doch Schröter schob das Leder TSV-Keeper Marco Hiller in die Arme (56.).

Auf der Gegenseite vergaben zwei Mal Lex (42./68.), Benjamin Kindsvater (86.) und Adriano Grimaldi (90.+2).

Doch auch so brannte für den Aufsteiger nichts mehr an. Dafür waren die Gäste einfach zu bieder.

Zwickaus Davy Frick (l.) ist vor TSV-Kicker Quirin Moll am Ball.
Zwickaus Davy Frick (l.) ist vor TSV-Kicker Quirin Moll am Ball.  © picture point/Sven Sonntag

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