FSV Zwickau geht bei Spitzenreiter Osnabrück unter

Osnabrück - Der FSV Zwickau geht zum zweiten Mal in Folge beim VfL Osnabrück sang- und klanglos unter.

Etienne Amenyido (l.) im Zweikampf gegen Julius Reinhardt.
Etienne Amenyido (l.) im Zweikampf gegen Julius Reinhardt.

Nach 0:4 in der Vorsaison, hieß es diesmal "nur" 0:3 (0:2). Dabei hätte der Spitzenreiter das Ergebnis auch deutlicher gestalten können. FSV-Coach Joe Enochs ließ sich für die Rückkehr an die Bremer Brücke etwas einfallen. Zwickau startete im 3-5-2 mit Doppelsechs. Auf den ersten Blick wenig spektakulär, im Detail dafür schon. Denn nicht Nico Antonitsch, sondern Julius Reinhardt (!) gab für den gesperrten Toni Wachsmuth (5. Gelbe) den Abwehrchef.

Im Mittelfeld besetzten die defensiv eingestellten Anthony Barylla (rechts) und Alexandros Kartalis (links) die Außen. Der etatmäßige Rechtsaußen Morris Schröter begann im Angriff neben Ronny König. Am erwarteten Spielverlauf änderte der taktische Kniff rein gar nichts.

Ab der ersten Spielminute war Zwickau ausschließlich mit Abwehrarbeit beschäftigt. Weite Befreiungsschläge kamen sofort Retour. Entlastung wollte sich auch nicht einstellen, als VfL-Torjäger Marc Heider (18.) verletzungsbedingt runter ging.

Johannes Brinkies verrichtete mittlerweile Schwerstarbeit. Der FSV-Keeper kratzte erst einen Schuss von Luca Pfeiffer (23.) aus dem rechten Eck. Beim Abstauber von Marcos Alvarez (23.) warf er sich mit vollem Einsatz dazwischen.

Nico Antonitsch wirkt unzufrieden und enttäuscht.
Nico Antonitsch wirkt unzufrieden und enttäuscht.

Osnabrück drückte weiter unentwegt auf die mittlerweile überfällige Führung. Als Brinkies gegen Alvarez nur abprallen ließ, stand der Ex-Chemnitzer Maurice Trapp (31.) goldrichtig. Spätestens jetzt war Enochs' Taktik vollends über den Haufen geworfen, denn im Mittelfeld passte die Abstimmung einfach nicht.

Alvarez spritzte in einen Fehlpass von Barylla auf Mike Könnecke, schickte Etienne Amenyido (41.) diagonal in den Rücken von Kartalis und der schoss Brinkies durch die Hosenträger.

Mit dem Seitenwechsel änderte sich nur die Richtung, die Osnabrück gen FSV-Tor einzuschlagen hatte. Ulrich Taffertshofer (48.) scheiterte noch aus elf Metern am besten Zwickauer, Brinkies.

Doch das 0:3 per direktem Freistoß von Trapp (52.) war nur eine Frage der Zeit.

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