Globalfoundries: 5 Fragen zur Entlassungswelle

Mitarbeiter von Globalfoundries: 800 müssen gehen.
Mitarbeiter von Globalfoundries: 800 müssen gehen.

Dresden - Massenentlassungen beim Chipriesen Globalfoundries (GF), dem größten privaten Arbeitgeber Dresdens: 800 der 3700 Mitarbeiter müssen gehen.

MOPO beantwortet die fünf wichtigsten Fragen:

Was sind die Gründe?
Die Kostenstruktur des Standorts ist nicht wettbewerbsfähig, sagt Dresdens GF-Chef Rutger Wijburg (53). Zudem schwächeln die Auftraggeber.


Was wird aus der 250-Millionen-Dollar-Investition?
Die Entwicklung der Technologie 22FDX geht weiter. Ziel: energieeffiziente, leistungsstarke Chips bei niedrigen Produktionskosten. Wijburg: „Wir erwarten hier eine starke Nachfrage, aber zu deutlich niedrigeren Preisen.“ Daher die Umstrukturierung.

Dunkle Wolken über Globalfoundries: Es werden massiv Stellen abgebaut. (Rechts:) GF-Chef Rutger Wijburg (53).
Dunkle Wolken über Globalfoundries: Es werden massiv Stellen abgebaut. (Rechts:) GF-Chef Rutger Wijburg (53).

Wie geht es jetzt weiter?
Bis Ende Januar 2016 sollen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat beendet sein, der Umbau selbst bis Ende 2016.

Was sagt der Betriebsrat?
„Wir werden intensiv verhandeln, damit es für die Belegschaft erträglich bleibt“, so Betriebsrats-Chef Ralf Adam (43).

Wirkt sich der Jobabbau auf gezahlte Fördermittel aus?
Wie viele Fördergelder bereits flossen, verrät GF nicht. Zurückgezahlt werden müsse wegen des Jobabbaus aber nichts.

Fotos: Holm Helis, dpa/Arno Burgi, imago, Carla Arnold


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