Bis zu fünf Prozent aller Polizisten haben Alkoholprobleme

Polizisten sind hohem Stress ausgesetzt, manche betäuben das mit Alkohol.
Polizisten sind hohem Stress ausgesetzt, manche betäuben das mit Alkohol.

Leipzig - Die Polizei braucht dringend mehr Suchtberater. Dieser Ansicht ist der Vorsitzende der Bundes-AG Suchtkrankenhelfer, Dieter Senges.

Der Fachmann schätzt, dass etwa drei bis fünf Prozent der Polizeibeamten ein Alkoholproblem haben. Diese Zahl liege im statistischen Mittel. "Zunehmender Stress, psychische Belastungen, Arbeitsverdichtungen und viele Einsätze machen das Problem Alkohol nicht kleiner", so der Vorsitzende.

Besorgniserregend: Es scheinen immer mehr jüngere Polizisten "erstauffällig" zu werden.

Bei der Tagung soll auch diskutiert werden, wie Vorgesetzte mehr Verständnis für die oft konfliktbeladene Situation der Suchtkranken entwickeln können.

Der Verband tagt derzeit bis 1. Oktober in Leipzig. Senges: „Gäbe es mehr hauptamtliche Berater, könnten die Prävention und die Betreuung von alkoholauffälligen Polizeibeamten deutlich verbessert werden.“

Foto: dpa


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