Wurde ein fünfjähriges Mädchen jahrelang eingesperrt? Staatsanwaltschaft ermittelt

Frankfurt (Oder) - Nach einem Medienbericht über ein fünfjähriges angeblich extrem verwahrlostes Mädchen aus Eberswalde prüft die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) den Fall.

Ein Mädchen soll jahrelang kein Tageslicht gesehen haben. (Symbolbild)
Ein Mädchen soll jahrelang kein Tageslicht gesehen haben. (Symbolbild)  © 123rf/Tatiana Kostareva

"Wir haben aufgrund der Presseberichterstattung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet", sagte ein Sprecher am Montag.

Die "Märkische Oderzeitung" hatte am Samstag berichtet, das Mädchen solle mindestens zwei Jahre völlig auf sich allein gestellt gewesen sein und habe jahrelang kein Tageslicht gesehen.

In der Weihnachtszeit sei es dem Landkreis Barnim zufolge unter Mitwirkung des Jugendamts in eine Klinik eingeliefert worden. "Bild"-Zeitung und "B.Z." berichteten am Montag über das Ermittlungsverfahren.

Demnach soll das Kind laut Märkischer Oderzeitung "wie Kaspar Hauser" gelebt haben, sei geistig und körperlich stark zurückgeblieben.

In der Wohnung sollen zudem noch zwei weitere ältere Geschwister des Mädchens gelebt haben. Sie wurden inzwischen in eine Jugendhilfe-Einrichtung untergebracht.

Vernachlässigtes Kind in Eberswalde kam in Obhut

Die Staatsanwaltschaft ermittelt. (Symbolbild)
Die Staatsanwaltschaft ermittelt. (Symbolbild)  © 123rf/foottoo

Update, 15.19 Uhr

Ein vernachlässigtes fünfjähriges Mädchen ist in Eberswalde in Brandenburg in die Obhut der Behörden gekommen.

Das Mädchen sei im Krankenhaus gewesen, habe es aber schon wieder verlassen können, sagte der Landrat des Kreises Barnim, Daniel Kurth (SPD), am Montag bei einer Pressekonferenz.

Er habe feststellen müssen, "dass das Kind nicht die Fürsorge und Pflege und Liebe seiner Eltern bekommen hat", die es gebraucht hätte.

Es befinde sich nun in sicherer Obhut. Seine beiden Geschwister seien zeitgleich in Sicherheit gekommen.

Bei ihnen gebe es keine Hinweise auf derartige Vernachlässigung wie bei dem Mädchen, sagte Sozialdezernentin Yvonne Dankert.

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