Darum reitet diese Frau 4500 Kilometer durch Australien

Australien - Einfach mal rauskommen und von der alltäglichen Welt Abstand nehmen. Das dachte sich eine Australierin und ritt auf ihren Pferden tausende Kilometer durch ihr Land.

Auf ihren Pferden ritt Stef Gebbie 4500 Kilometer durch Australien.
Auf ihren Pferden ritt Stef Gebbie 4500 Kilometer durch Australien.  © Screenshot/Facebook/Stef Gebbie

Viele leben heute nur noch nach dem Prinzip "höher, schneller, weiter". Stets sollen andere Menschen übertroffen und neue, unfassbare Rekorde aufgestellt werden.

Doch als die Australierin Stef Gebbie vor Kurzem mit ihren Pferden Richard und Tickles 4500 Kilometer durch ihr wunderschönes Heimatland ritt, hatte sie ein ganz anderes Motiv.

Laut ABC Australia stellte sie auf der Tour vom Snowy River im Südosten von Victoria nach Margaret River im Süden weder einen Rekord auf, noch sammelte sie Geld für eine Charity Aktion.

Stef wollte einzig und allein ihrem Alltagsstress für ein bisschen Ruhe und Frieden entfliehen. Anfänglich hatte sie noch Bedenken, doch die waren schon bald verflogen:

"Am Anfang machte ich mir noch Sorgen, was ist, wenn wir am Abend kein Wasser finden oder im Lager kein Gras (für die Pferde) ist. Oder was ist, wenn es anfängt zu regnen? Aber ich habe schnell gemerkt, dass es keinen Grund gibt sich darüber Sorgen zu machen, weil es keinen Unterschied macht."

Insgesamt siebeneinhalb Monate war sie unterwegs und verspürte dabei nach eigener Aussage nie Langweile.

Eine Reise zwischen Hilfsbereitschaft und Sorgen

Ziel der Reise war Margaret River im Süden von Australien.
Ziel der Reise war Margaret River im Süden von Australien.  © 123RF Miriello Marcella

Begleitet wurde Stef auf ihrer Reise von einer Welle der Hilfsbereitschaft. Nachdem ihr Trip in den sozialen Medien bekannt geworden war, säumten zahlreiche Menschen die Wegstrecke und boten ihr ihre Hilfe an:

"Ich hatte einen kleinen Blog für Freunde und Familie. Aber mit der Zeit wuchs das zu einem echten Community-Netzwerk, das mir sehr geholfen hat. Die Leute haben mich von der Straße zum Abendessen oder zum Duschen eingeladen. Es war ein echtes Privileg."

Auf einem trockenen Abschnitt stellten Freiwillige Stef sogar ein Begleitfahrzeug mit Heu, Wasser und Essen.

Doch nicht nur liebe Menschen, sondern auch Sorgen begleiten die Reise. Kurz vor dem Ziel wurde Pferd Richard krank und musste früher Heim geschickt werden.

Aber er schaffte es und so war die Freude beim Wiedersehen riesig: "Richard war draußen auf der Koppel und ich ging mit Tickles dort hinunter und er kam hoch aufgeregt mit seinem Schwanz in der Luft und einem Löwenzahn im Mund angerannt. Es war sehr süß."

Rückblickend auf die Reise sagt sie: "Es gab Herausforderungen, aber sie waren alle real und konnten bewältigt werden, indem man mit ihnen auf ruhige und rationale Weise umgeht. (Aber) während du zu Hause bist, kannst du all diesen mentalen Ängsten erliegen, die nicht real sind."

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Stef Gebbie

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