Vater verkauft seine Tochter, weil er Geld für erotische Live-Streams braucht

Fujian (China) - Weil er sich den Konsum erotischer Online-Streams nicht mehr leisten konnte, verkaufte ein chinesischer Vater in der Provinz Fujian kurzerhand seine Tochter. Nun muss er sich wegen Kinderhandel verantworten.

Der Mann verkaufte seine eigene Tochter, um chinesische Models und Influencerinnen für erotische Vlogs im Internet bezahlen zu können. (Symbolbild)
Der Mann verkaufte seine eigene Tochter, um chinesische Models und Influencerinnen für erotische Vlogs im Internet bezahlen zu können. (Symbolbild)  © Leung Cho Pan/123RF

Laut Bericht von Daily Mail verkaufte der nur unter dem Nachnamen Lu bekannte zweifache Vater sein Baby durch Zwischenhändler an ein chinesisches Paar, die das Kind "adoptieren" wollten.

Die Familie Chen litt wohl unter Fruchtbarkeitsproblemen und verlor 2017 ihren einzigen Sohn. Sie wandten sich daraufhin an illegale Menschenhändler, die im Februar 2019 ein Treffen mit Herrn Lu veranlassten.

Nachdem sich beide Parteien auf einen "Adoptionsvertrag" einigen konnten, bekam Herr Lu 80.000 Yuan ausgezahlt, was circa 10.300 Euro entspricht. Im Mai flog das illegale Geschäft schließlich auf, als die Chens versuchten, mit einer gefälschten Geburtsurkunde einen Ausweis für das Mädchen zu beantragen.

Herr Lu wurde daraufhin von Polizisten aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen. Seine Begründung: Seine Frau habe ihn verlassen und er könne es sich nicht leisten, sowohl seinen Sohn als auch seine Tochter großzuziehen.

Besonders pikant: Das viele Geld, das Lu für den Verkauf seiner Tochter bekommen hatte, war inzwischen fast vollständig aufgebraucht. Wie sich herausstellte, ging Lu einer ganz besonderen Leidenschaft nach: erotischen Live-Streams im Internet. Er bezahlte junge chinesische Frauen dafür, damit sie sich halbnackt vor der Kamera räkeln und erotischen Aktivitäten nachgehen.

Ein Gericht in Fujian erhob nun Anklage gegen Lu wegen Kinderhandel. Wie es für das Mädchen, dessen genaues Alter nicht bekannt ist, weitergeht, ist noch unklar. Da der Live-Streaming-Markt in China boomt, dürfte Lu übrigens nicht der einzige Mann sein, der sich von attraktiven jungen Vloggerinnen und Influencerinnen verführen lässt.

Ob der Vater das Sorgerecht für seine Tochter behalten darf, steht noch nicht fest. (Symbolbild)
Ob der Vater das Sorgerecht für seine Tochter behalten darf, steht noch nicht fest. (Symbolbild)  © sitthiphong/123RF

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0