Wagenknecht bedauert Erfolg Macrons bei der Frankreich-Wahl

Top

Mann schleudert Ast auf fahrendes Auto: 7-Jährige verletzt

Top

Ehemaliger Bundesliga-Profi und Nationalspieler erhängt sich in seinem Haus

Top

Diese Promis vernaschten Melanie Müllers Malle-Wurst

Neu
2.095

Das sind die schlimmsten Atom-Pannen der Welt

Dresden - Vor fünf Jahren ereignete sich in Japan eine Naturkatastrophe von bisher dort unbekanntem Ausmaß. 300.000 Menschen wurden in andere Teile des Landes evakuiert.

Von Katrin Richter

Fukushima - Am 11. März 2011 blickte die Welt entsetzt nach Japan: Nach einem schweren Seebeben mit Tsunami gab es im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, nur 250 Kilometer von Tokio entfernt, einen schweren Störfall.

In gleich drei Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen freigesetzt, weite Gebiete mussten evakuiert werden.

Vor fünf Jahren ereignete sich in Japan eine Naturkatastrophe von bisher dort unbekanntem Ausmaß. 300.000 Menschen wurden in andere Teile des Landes evakuiert.

Bis heute gibt es Unklarheiten hinsichtlich der radioaktiven Belastung und Gesundheits- wie Umweltschäden, ganz abgesehen von den immensen Zerstörungen durch den Tsunami.

Bilder wie dieses von der Explosion gingen um die Welt.
Bilder wie dieses von der Explosion gingen um die Welt.

Um 14.46 Uhr Ortszeit, 6.46 Uhr unserer Zeit, erschüttert ein schweres Seebeben die Ostküste Japans. Mit einer Stärke von 9,0 ist das Tohoku-Erdbeben das stärkste in der japanischen Geschichte. Im unmittelbaren Einwirkungsbereich dieser Naturkatastrophe liegen die Standorte von vier Kernkraftwerken. Am schwersten betroffen ist der Standort Fukushima-Daiichi.

Aufgrund der Erdstöße brechen die Reaktoren 1, 2 und 3 automatisch die Kettenreaktion ab. Die Blöcke 4 bis 6 waren ohnehin zu Revisionsarbeiten abgeschaltet. Trotzdem produzieren die Reaktoren noch extrem viel Wärme.

Kurz danach bricht, zum Teil auch durch umgestürzte Strommasten, die allgemeine Stromversorgung in vielen Regionen zusammen. In diesem Moment übernehmen planmäßig die Notstromdieselgeneratoren die Stromversorgung der Kühlsysteme.

Nach dem Unglück: Das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima.
Nach dem Unglück: Das zerstörte Kernkraftwerk Fukushima.

Verheerend ist allerdings die nachfolgende Flutwelle: Ein Tsunami zerstört diese Notstromaggregate, dadurch können die Reaktoren nicht mehr gekühlt werden - und heizen sich zunehmend auf.

Als die Dichtungen nachgeben, strömen die radioaktiven Substanzen und hochexplosiver Wasserstoff in das Reaktorgebäude von Block 1. Der Druck im Reaktor steigt jetzt so stark an, dass die Arbeiter ein Ventil öffnen, damit der Druck entweichen kann. Dadurch strömen jetzt noch mehr Radioaktivität und noch mehr Wasserstoff in die Umgebung.

Plötzlich zerreißt eine Wasserstoffexplosion das Reaktorgebäude von Block 1. Damit verbreitet sich viel radioaktives Material in die Umwelt. In der Folge kam es zu weiteren Explosionen mit Zerstörungen der Blöcke 3 und 4. Das Kraftwerk ist außer Kontrolle.

Medizinisches Personal überprüft die Strahlenbelastung von Bewohnern in einem Dorf nahe Fukushima.
Medizinisches Personal überprüft die Strahlenbelastung von Bewohnern in einem Dorf nahe Fukushima.

Nach und nach schmelzen die Kerne der Reaktorblöcke 1, 2 und 3. Das flüssige radioaktive Material frisst sich bis in die Fundamente der Reaktorgebäude. Aufgrund der Gesamtradioaktivität der freigesetzten Stoffe hat die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse den Vorfall in die höchste Kategorie 7 („katastrophaler Unfall“) eingestuft.

Insgesamt wurde rund ein Zehntel der Menge an radioaktiven Stoffen der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 freigesetzt. Weil in den ersten Wochen der Atomkatastrophe der Wind meistens aus dem Westen blies, landeten vier Fünftel (79 Prozent) der Emissionen über dem Pazifik, nur ein knappes Fünftel (19 Prozent) über Japan, die restlichen 2 Prozent verteilen sich auf andere Länder.

Bei Ostwind hingegen wäre das Land vermutlich durch einen radioaktiv verseuchten Streifen in der Mitte zweigeteilt worden. Außerdem verhinderte das Containment, das heißt der schützende Mantel um den Reaktorkern, der in Tschernobyl nicht existierte, den „Super-GAU“.

Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern, die Kosten der Katastrophe werden auf über 150 Milliarden Euro geschätzt.

Ein auf das Dach einer Herberge gespülte Schiff zeigt die Wucht der Tsunamiwelle.
Ein auf das Dach einer Herberge gespülte Schiff zeigt die Wucht der Tsunamiwelle.

Pannen und Unfälle gab es schon früher

Eine Untersuchungskommission besichtigt in Schutzkleidung den Reaktor von Harrisburg. Block 2 des AKW schrammt 1979 nur knapp an einem Super- GAU vorbei.
Eine Untersuchungskommission besichtigt in Schutzkleidung den Reaktor von Harrisburg. Block 2 des AKW schrammt 1979 nur knapp an einem Super- GAU vorbei.

Harrisburg und Tschernobyl - diese beiden Ortsnamen sind als Schauplätze von schweren Unfällen und Katastrophen im Zusammenhang mit Atomenergie bekannt.

Im Kernkraftwerk „Three Mile Island“ im US-Bundesstaat Pennsylvania fiel 1979 die Reaktorkühlung aus und es kam zu einer partiellen Kernschmelze. Dadurch traten große Mengen radioaktiver Gase und verseuchten Wassers aus und gelangten ungefiltert in die Luft.

Dieser Unfall ist bis heute der schwerste in einem kommerziellen Reaktor in den USA.

Tschernobyl steht für den bisher schlimmsten Reaktorunfall in der Geschichte. Eine Kernschmelze am 26. April 1986 löste mehrere Explosionen aus. Dabei wurde Radioaktivität in einem Umfang freigesetzt, der dem 200-fachen der Hiroshima-Bombe entspricht.

Die Anzahl der Opfer schwankt bis heute erheblich.

Manche Quellen gehen von mehr als 10.000 Todesopfern allein unter den Aufräumarbeitern vor Ort aus.

Das Kraftwerk nach der Explosion. Radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. Mensch und Natur kämpfen mit den Spätfolgen.
Das Kraftwerk nach der Explosion. Radioaktiver Staub verbreitete sich in ganz Europa. Mensch und Natur kämpfen mit den Spätfolgen.

Acht AKW sind bei uns noch am Netz

Mit Spruchbändern wird in Deutschland gegen Atomenergie demonstriert
Mit Spruchbändern wird in Deutschland gegen Atomenergie demonstriert

Kurz nach der Fukushima-Katastrophe beschloss Deutschland den Atomausstieg. Acht Reaktoren wurden sofort stillgelegt. Nach der Abschaltung von Grafenrheinfeld Ende Juni 2015 sind in Deutschland noch acht Atommeiler in Betrieb.

Bis 2022 sollen alle diese AKW nach aktueller Planung abgeschaltet werden.

Der Anteil der Kernenergie an der Bruttostromerzeugung 2014 betrug 15,8 Prozent. Bei der sogenannten Grundlast, also der Stromversorgung rund um die Uhr, lag der Kernenergieanteil 2014 bei 35,6 Prozent.

In Deutschland wurden zwischen 1957 und 2004 etwa 110 kerntechnische Anlagen in Betrieb genommen. Dabei muss zwischen Kernreaktoren zur Energiegewinnung und Forschungsreaktoren unterschieden werden.

Der Ausbildungskernreaktor Dresden in Rossendorf erhielt 2004 als bislang letzter Forschungsreaktor seine Betriebsgenehmigung.

Fotos: dpa/Zuma Press, dpa/UPI, imago, dpa/EPA, dpa, dpa/Marius Becker, dpa/ABC TV

Krebskranke 20-Jährige hatte nur einen Wunsch: Schön zu sterben

Neu

Großfahndung! Mann weiß nach Crash nicht mehr, wie viele Leute in seinem Auto saßen

Neu

Das Team von Tag24 sucht genau Dich!

21.664
Anzeige

Internationaler Haftbefehl! Wo steckt der Mörder von Thu T.?

Neu

Frankreich-Wahl: Macron liegt knapp vor Le Pen

2.585

Säure-Attacke! Freund von schwangerem Model verhaftet

3.921

Bei "Grill den Henssler" läuft's mal wieder nicht gut für Honey

5.566

Du willst lächeln wie ein Top-Model? Dann schau mal hier!

15.936
Anzeige

Sarah Lombardi: So wachsen ihre Ex-Affäre Michal und Alessio zusammen

6.816

19-Jährige macht per Spotify Schluss

3.534

Einbrecher stolpert über zwei Leichen

3.717

Clean eating: Was ist das eigentlich?

1.385
Anzeige

Marathon-Läufer stoppt, um Kollabiertem über die Linie zu helfen

2.032

Frau denkt, dass sie Migräne hat - einen Tag später stirbt sie

11.221

Hol Dir jetzt 30€ für Dich und Deinen verein

Anzeige

"Ich wollte das auf gar keinen Fall!" So ungeplant verlief die Geburt von Isabells Tochter

855

Neuer Shitstorm bei "DSDS": Flog die Falsche raus?

17.321

Auf nach Dresden zur Tour-Premiere von Robbie Williams!

2.575
Anzeige

Brigitte Nielsen kommt wieder!

1.105

12-Jähriger fährt mit Auto 1000 Kilometer durch Australien

1.766

Du suchst was neues für Dein Auto? Dann schau mal hier!

13.571
Anzeige

Schwager von Bayern-Profi Vidal auf offener Straße erschossen

8.356

Schweiger wettert weiter: Nun muss der Henssler dran glauben

5.585

Du hast schmerzen? Hier wird Dir geholfen!

11.491
Anzeige

Mann entdeckt Goldschatz im Klavier

3.443

24-jährige Frau stirbt nach Sturz aus dem Fenster

5.407

Hier gibts den STARWARS BB-8 Droiden für zuhause!

3.520
Anzeige

Polizei ertappt nach Verfolgungsjagd zufällig Räuber auf frischer Tat

2.214

Nackter Protest gegen Le Pen bei Frankreichwahl

2.250

Horror-Fund! Feuerwehrmann entdeckt verbrannte Leiche in Auto

5.853

Hat die CDU schon wieder einen Wahlslogan geklaut?

1.062

Diese beiden führen die AfD in den Bundestags-Wahlkampf

2.286

46-Jähriger überwältigt pöbelnden Messermann in Bahn

4.339

Sex verboten! Hotelgäste finden diesen Zettel in ihrem Zimmer

6.810

Hasch-Forscher suchen noch 23.000 Kiffer für die Wissenschaft

3.886

Drama! Beerdigung von Christine Kaufmann abgesagt

10.955

Wo ist Jessica? Mutter sucht auf Facebook verzweifelt nach vermisster Tochter

8.803
Update

Misslungener Rettungsversuch: Junge stirbt nach Wurf aus dem Fenster

12.282

Frau hortet 100 Katzen in ihrem Wohnwagen und 42 weitere im Auto

5.339

Kein Geld: Bestatter lassen Verstorbenen am Straßenrand liegen

12.984

Prügel-Attacke auf ARD-Moderator: Soldat stellt sich

6.161

Warum stehen die hier am Sonntag Schlange in Berlin?

2.053

Studie: Frauen leisten 60 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer

1.015

Innenminister will NPD-Mitgliedern Waffen entziehen lassen

1.942

23-Jähriger torkelt vor S-Bahn und wird überfahren

6.472

Heute wählen die Franzosen ihren neuen Präsidenten

1.050

Horror-Unfall: Paar stürzt mit Motorrad von Brücke. Beide sterben!

16.665

So wird das Baumblütenfest in Werder gegen Terror geschützt

664

Es kommt endlich die Fortsetzung zu Avatar: Und bei einer bleibt es nicht!

4.227

Schock für United: Ibrahimovic droht Karriereaus

9.172

21-Jährige stürzt von Rügens Kreidefelsen 60 Meter in die Tiefe: Tot!

26.316

EU spendiert unseren Kindern jetzt Milch, Obst und Gemüse

4.493

Darum läuft diese Ex-MDR-Moderatorin jetzt von Rom nach Wittenberg

4.781

So ergattert man im Flieger immer den besten Platz

6.225

Katja macht den Schleck-Test! Heißes Eiscreme-Roulette

6.346