Vor den Augen des Vaters! Brüder gehen mit Hacke und Messer aufeinander los

Fulda - Ein beinahe tödlicher Streit unter zwei Brüdern im osthessischen Hünfeld hat nun ein Nachspiel am Landgericht Fulda.

Die Männer stritten über das Nutzungsrecht eines Familiengrundstücks (Symbolfoto).
Die Männer stritten über das Nutzungsrecht eines Familiengrundstücks (Symbolfoto).  © DPA

Seit Donnerstag muss sich ein 45-Jähriger wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der angeklagte Deutsche soll seinen fünf Jahre älteren Bruder im September 2018 lebensgefährlich mit einem Messer verletzt haben. Laut Staatsanwältin waren die Wunden an Armen und Beinen tiefer als zehn Zentimeter. Der Angeklagte habe den Tod seines Bruders billigend in Kauf genommen.

Vor Gericht schweigt der Angeklagte zum Tatvorwurf. Laut Vernehmung spielte sich der Fall wie folgt ab: Der Angeklagte habe sich von seinem Bruder mit einer Hacke bedroht gefühlt und mit dem Messer schützen wollen. Er habe aber nicht in dessen Richtung gestochen, sondern der Bruder habe seinen Oberarm in Richtung Messer gestreckt.

Der Hintergrund des Streits wurde vor Gericht noch nicht beleuchtet. Aber nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft sollen sich die Brüder vor den Augen ihres alten Vaters im elterlichen Garten um das Nutzungsrecht des Familiengrundstücks gestritten haben.

Der Angeklagte schwieg bisher zu dem Vorwurf (Symbolfoto).
Der Angeklagte schwieg bisher zu dem Vorwurf (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA


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