Messerstecherei in Flüchtlingsheim: 38-Jähriger gesteht Bluttat

Fulda – Im Prozess um tödliche Messerstiche in einer Asylbewerberunterkunft in Kirchheim (Hersfeld-Rotenburg) will das Landgericht Fulda am Mittwoch (15.00 Uhr) das Urteil verkünden.

Der Flüchtling griff seine zwei Mitbewohner an (Symbolfoto).
Der Flüchtling griff seine zwei Mitbewohner an (Symbolfoto).

Laut Staatsanwaltschaft soll ein 38-Jähriger am 3. September 2017 einen damals 32 Jahre Mitbewohner erstochen und einen zweiten Mitbewohner lebensgefährlich verletzt haben.

In seinem Plädoyer hatte der Vertreter der Anklage 14 Jahre Haft wegen Totschlags, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung gefordert.

Vor Gericht hatte der Angeklagte die Taten gestanden. Sein Verteidiger sagte, der später Getötete habe den Angeklagten mit dem Messer in der Hand provoziert.

Der Angeklagte habe dem Mann das Messer abgenommen und aus Zorn selber zugestochen. Im Affekt habe der 38-Jährige noch einen weiteren Mitbewohner angegriffen.

Nach Angaben der Anwältin des Schwerverletzten lag der 25-Jährige Mann monatelang im Koma und leidet bis heute unter den Folgen - eine Hand ist seit dem Angriff unbrauchbar.


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