Furchtbares Unglück: Schülerin (16) in Gleisbett gerutscht und von Zug getötet

Fulda - Neuneinhalb Jahre nach dem tragischen Tod einer Schülerin am Bahnhof im osthessischen Neuhof beschäftigt der Unfall das Landgericht Fulda.

Hätten die vier Angeklagten den tragischen Tod der Schülerin verhindern können (Symbolbild)?
Hätten die vier Angeklagten den tragischen Tod der Schülerin verhindern können (Symbolbild)?  © DPA

Die 16-Jährige war am 4. Februar 2010 auf dem winterglatten Bahnsteig ausgerutscht. Sie wurde von einem einfahrenden Zug erfasst, mitgeschleift und getötet.

Vier Angeklagte müssen sich nun von Dienstag an (9.30 Uhr) wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen vor Gericht verantworten.

In dem Prozess geht es um die Frage, ob der Winterdienst ordnungsgemäß ausgeführt wurde, der Bahnsteig ausreichend geräumt und gestreut war und wer möglicherweise die Verantwortung für das Unglück trägt.

Angeklagt sind der Geschäftsführer der damals mit der Ausführung des Winterdienstes beauftragten Gesellschaft, der zum Unfallzeitpunkt diensthabende Fahrdienstleiter sowie zwei leitende Bahnmitarbeiter.

Laut dem Oberlandesgericht Frankfurt hatte der Winterdienst den Bahnsteig nicht überall von Schnee und Eis geräumt. Das Landgericht Fulda hatte zuvor die Verfahrenseröffnung aus Mangel an Beweisen abgelehnt. Dagegen hatte die Mutter der 16-Jährigen und die Staatsanwaltschaft erfolgreich Beschwerde eingelegt.

Bis Ende Januar 2020 sind zunächst 31 Verhandlungstage vorgesehen.

Der Prozess beginnt am Dienstag vor dem Landgericht in Fulda.
Der Prozess beginnt am Dienstag vor dem Landgericht in Fulda.  © dpa/Uwe Zucchi

Titelfoto: DPA

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