"Nicht zuständig": Angeklagte bestreiten Schuld an tödlichem Bahnsteig-Unfall

Fulda - Im Prozess um den tödlichen Glatteis-Unfall einer Schülerin an einem Bahnsteig in Osthessen haben drei der vier Angeklagten am Freitag die Vorwürfe bestritten.

Die vier Angeklagten unterhalten sich zu Beginn des Prozesses am 6.08.2019 im Gerichtssaal des Landgericht Fulda mit ihren Verteidigern.
Die vier Angeklagten unterhalten sich zu Beginn des Prozesses am 6.08.2019 im Gerichtssaal des Landgericht Fulda mit ihren Verteidigern.

Die Aussage eines vierten Angeklagten wird bei der Fortsetzung der Verhandlung am 10. September vor dem Landgericht Fulda erwartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten fahrlässige Tötung durch Unterlassen vor.

In ihrer Funktion bei der Deutschen Bahn und einer Gebäudemanagement-Firma sollen sie es versäumt haben, dass der winterlich glatte Bahnsteig in Neuhof (Kreis Fulda) ausreichend von Schnee und Eis geräumt und gestreut wurde.

Am Morgen des 4. Februar 2010 war die Schülerin ausgerutscht. Die 16-Jährige stürzte ins Gleisbett und wurde von einem einfahrenden Zug erfasst und getötet.

Die Mutter des getöteten Mädchens, die als Nebenklägerin auftritt, zeigte sich enttäuscht darüber, dass jeder der Angeklagten die Verantwortung für das Unglück weiterzuschieben versuche: "Ich höre immer nur: Ich war nicht zuständig."

Der Bahnhof von Neuhof, an dem das Unglück 2010 passierte.
Der Bahnhof von Neuhof, an dem das Unglück 2010 passierte.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0