Endlich! „Fummeldoktor“ darf nicht mehr praktizieren

Chemnitz - Aufatmen! „Fummeldoktor“ Henry B. (52) praktiziert nicht mehr. In sächsischen Rettungswachen hängt ein Schreiben aus, dass er nicht mehr als Notarzt eingesetzt werden darf.

Dr. B. hatte nur eine bis zum 31. Mai befristete Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes von der Landesdirektion Sachsen erhalten, die war beschränkt auf notärztliche Dienste.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht, habe der Arzt selbst darauf verzichtet, die von der Landesdirektion Sachsen angeforderten Unterlagen für eine dauerhafte Approbation einzureichen.

Holm Felber, Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen, bestätigt: „Herrn B. ist keine ärztliche Berufserlaubnis mehr erteilt worden.“

Dr. B. soll Ende April in seiner Funktion als Notarzt beim Neffen des Auer Fußball- Profis Romario Kortzorg (26) zunächst die Behandlung verweigert, den Jungen später unsittlich berührt haben. In den Jahren 2008, 2010 und 2011 stand er wegen sexueller Vorwürfe vor Gericht. Er war im August 2008 zu 15 000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Zum jetzigen Fall ermittelt die Polizei gegen ihn. Dr. B. soll in Leipzig wohnen, wo genau, ist unbekannt.

Henry B. darf nicht mehr als Notarzt eingesetzt werden.
Henry B. darf nicht mehr als Notarzt eingesetzt werden.

Fotos: privat, theo stiegler, dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0