Zwei Jobs für CFC-Scout Hamann: Geht das gut?

Steffen Ziffert.
Steffen Ziffert.  © Picture Point/Roger Petzsche

Chemnitz - Kann man Diener zweier Herren sein oder ist so etwas grundsätzlich ausgeschlossen? Eine knifflige Frage!

Zumal, wenn es sich einerseits um eine Anstellung bei einem Profi-Verein auf Honorarbasis und andererseits um eine Tätigkeit bei einem Verein an der Schwelle zwischen Amateur- und Profifußball handelt.

Ein Geschmäckle hat es allemal - oder doch nicht?

Was ist passiert? Lothar Hamann, seit 2014 Scout des Chemnitzer FC, arbeitet seit dieser Spielzeit nebenbei auf ehrenamtlicher Basis auch als Sportdirektor beim Regionalligisten VSG Altglienicke.

Beim Aufsteiger aus Treptow-Köpenick hatte der heute 65-Jährige zwischen Juli 2013 und Januar 2014 für 15 Spiele als Cheftrainer fungiert. Nun erfolgte die Rückkehr als Sportchef.

So weit so gut.

Lothar Hamann, ein Diener zweier Vereine.
Lothar Hamann, ein Diener zweier Vereine.  © Picture Point

Aber: Zuvor hatte sich Hamanns Scouting-Vertrag bei den Himmelblauen in Chemnitz automatisch verlängert, weil vereinsseitig die fristgemäße Kündigung zum 30. April 2017 verpennt wurde.

Damit ist Hamann nun gleichzeitig für zwei Vereine tätig.

Geht so etwas? "Lothar Hamann bekommt von uns einen Monatsplan und ist regelmäßig zum Austausch in Chemnitz. Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Aufgaben bei uns, mit denen in Altglienicke überschneiden", sieht CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert keinen Interessenkonflikt.

Objektiv betrachtet bestehen wenig Schnittmengen zwischen einem Dritt- und einem Viertligisten, obwohl der CFC im Sommer sechs (!) externe Neuzugänge aus der Regionalliga unter Vertrag nahm.

Vielleicht kann Lothar Hamann durch seine Doppelfunktion künftig sogar noch mehr drittligataugliche Regionalligaspieler für die Himmelblauen zu Tage fördern ...


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