Zufall oder Können? Seit Berko zurück ist, gewinnt Dynamo

Erich Berko (l., gegen den Unioner Kristian Pedersen) bot auch ein Berlin eine gute Vorstellung.
Erich Berko (l., gegen den Unioner Kristian Pedersen) bot auch ein Berlin eine gute Vorstellung.  © Lutz Hentschel

Dresden - Eigentlich hat Erich Berko ja nur drei Spiele aufgrund einer Schulterverletzung verpasst. Sonst hat er immer gespielt, wenn auch in letzter Zeit selten von Anfang an. Seit Düsseldorf ist das anders. Dreimal in Folge begann er, Dynamo gewann alle drei Spiele. Zufall?

Der 23-Jährige grinst: "Ich hatte natürlich das Glück, dass ich genau in dieser Phase in die Mannschaft gekommen bin. Aber ich glaube, ich hatte auch meinen Anteil an den drei Dreiern", sagt er selbstbewusst. Da hat er Recht. Schon in Düsseldorf gefiel er durch seine quirlige Spielweise. Gegen Aue traf er zum 4:0-Endstand mit dem Kopf. Er krönte damit seinen starken Auftritt, agierte auch bei Union stark.

Und das, obwohl er nicht mehr über die linke Seite kommt, sondern über die rechte. "Haris Duljevic macht das auf seiner linken Seite überragend. Da musste ich mich rechts anbieten", lacht Berko. "Aber mir macht das nichts aus, wo ich spiele."

Im Oktober fiel Erich Berko aus der Stammelf

Das 4:0 gegen den FC Erzgebirge: Erich Berko köpft nach Hereingabe von Marco Hartmann ein, Aues Keeper Martin Männel ist geschlagen. Es war Berkos erster Saisontreffer.
Das 4:0 gegen den FC Erzgebirge: Erich Berko köpft nach Hereingabe von Marco Hartmann ein, Aues Keeper Martin Männel ist geschlagen. Es war Berkos erster Saisontreffer.  © Sven Sonntag

Apropos anbieten: Warum hat er eigentlich nicht immer von Beginn an gespielt? In den ersten vier Spielen bis zu seiner Schulterverletzung und die beiden Partien danach war er Stammspieler, fiel erst im Oktober raus aus der ersten Elf.

"Das ist im Fußball nun mal so, du kannst nicht immer von Beginn an spielen. Du kannst nur immer im Training Vollgas geben und dich anbieten. Am Ende des Tages kannst du es als Spieler eh nicht beeinflussen, die Entscheidung trifft der Trainer", sagt Berko und schaut dabei seinen Coach Uwe Neuhaus an.

Der beginnt schon bei den letzten Worten seines Kickers mit Lachen. "Da muss ich mal dazwischengrätschen", sagt Neuhaus: "Am Ende des Tages entscheidet der Spieler mit seiner Leistung, ob ihn der Trainer aufstellt", so der Coach. "Dann kann man geteilter Meinung sein", beendet Berko den kuriosen Schlagabtausch lächelnd.

Eins steht aber in Stein gemeiselt: Wird Berko nicht kurzfristig krank, wird er morgen in Duisburg beginnen. "Es wird wie im Sommer ein Geduldsspiel. Der MSV ist ein starker Aufsteiger, das hat er damals schon unter Beweis gestellt", so der Stürmer. 1:0 gewann Dynamo am 1. Spieltag durch ein spätes Tor von Lucas Röser (87.).

Mit dem Ergebnis wären Berko und Neuhaus sicher zufrieden. "Dann können wir beruhigt in die Weihnachtsferien gehen", wünscht sich der 23-Jährige.


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