Dynamo gelingt in Regensburg erster Auswärtssieg!

Haris Duljevic gehörte wie schon gegen Greuther Fürth zu den Besten im schwarz-gelben Trikot.
Haris Duljevic gehörte wie schon gegen Greuther Fürth zu den Besten im schwarz-gelben Trikot.  © DPA / Sascha Janne

Regensburg - Innerhalb von sechs Minuten haben die Dynamos die Regensburger Domspatzen von ihren Dächern gepfiffen. Nach einer eher langweiligen ersten Hälfte sorgte ein Raketenstart in Durchgang zwei für einen sicheren und nie gefährdeten 2:0 (0:0)-Sieg beim SSV Jahn.

Vor 14831 Zuschauern war es der erste Dresdner Auswärtssieg der Saison - und der sorgte für Aufatmen bei allen Beteiligten.

Das Eindrucksvollste zu Beginn war der starke (und friedliche) Auftritt der 3000 mitgereisten Dynamo-Fans.

Die machten Stimmung, waren lauter als der Rest. Das war Sahne, aber sonst: Wer in der ersten Hälfte im Stadion Bier holen war, oder selbiges wegschaffte, der verpasste rein gar nichts.

Auf dem Rasen entwickelte sich ein Spiel, das nicht viel zu bieten hatte. Beide Teams spielten ohne Tempo, ohne Ideen - ja, sie spielten einfach ihren Stiefel runter. Das hatte Freundschaftsspiel-Charakter, da loderte nicht mal ein kleines Feuer.

Zumindest stand die SGD hinten bombensicher. Die blassen Regensburger überboten sich im Spielaufbau mit Fehlern. Die Schwarz-Gelben konnten das aber zunächst nicht nutzen, hatten trotzdem frühzeitig die Führung (5.) auf dem Fuß.

Geschlossen jubelt die Dresdner Mannschaft vor dem Fanblock.
Geschlossen jubelt die Dresdner Mannschaft vor dem Fanblock.  © DPA / Sascha Janne

Das war eine Chance der Muss-Kategorie: Nach einem Mega-Bock von SSV-Keeper Philipp Pentke, der den Ball unbedrängt Aias Aosman in die Füße spielte, war dieser auf und davon. Aber statt einfach am stehen gebliebenen Torhüter im Spint vorbeizulaufen und einzuschieben, entschied er sich für einen Lupfer. Der ging über Pentke und übers Tor. Was für ein Brett! Bis zum Halbzeitpfiff war das aber der einzige nennenswerte Aufreger vor den Toren!

Das alles war kurz nach der Pause Makulatur, denn Dynamo explodierte. Da muss was Gutes im Pausentee gewesen sein! Nach 51 Minuten führte Dresden 2:0. Ausgangspunkt der Führung war Fabian Müller: Der schnappte sich an der Mittellinie den Ball, bediente Haris Duljevic.

Müller lief durch, bekam den Ball zurück und bediente zehn Meter vor dem Tor uneigennützig Sascha Horvath - 1:0 (49.). Ein Spielzug aus dem Lehrbuch!

Zwei Minuten später jubelte der SGD-Anhang wieder, diesmal aber mit Glück. Duljevic schickte Horvath, der war einen Schritt schneller als Marvin Knoll am Ball, ging im Zweikampf zu Boden, Schiri Christof Günsch pfiff Elfmeter. Das Foul war eine Kann-Entscheidung, allerdings passierte es kurz vorm Strafraum. Aosman kümmerte sich nicht darum und jagte den Elfer rein - 2:0. Gegen Fürth hatte Dresden beim 1:1-Ausgleich Pech, jetzt war das Glück zurück.

Mit den zwei schnellen Toren schockten die Gäste den Gastgeber natürlich. Dresden hatte jetzt Ruhe im Spiel, weil von den Jahn-Kickern weiterhin gar nichts kam.

Und wenn doch mal ein Rot-Weißer durch war, bereinigte die Dynamo-Abwehr alles Weitere. Selbst in der Schlussviertelstunde, als der SSV doch mal sowas wie Druck aufbaute, blieb Dresden cool. Das war am Ende sehr souverän.


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