Wasserwerfer & Räumpanzer: Sicherheitskonzept für 'Fusion-Festival' sorgt für Ärger

Neubrandenburg - Ein Einsatzkonzept der Polizei für das "Fusion"-Festival in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sorgt für Wirbel.

Auf der Fusion sollen erstmals Polizisten auf dem Festival-Gelände unterwegs sein.
Auf der Fusion sollen erstmals Polizisten auf dem Festival-Gelände unterwegs sein.

Nach einem Bericht der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" (Montag) sieht das auf den 12. März datierte Papier der zuständigen Polizeiinspektion Neubrandenburg vor, dass zeitgleich etwa 100 Beamte, uniformiert und in zivil, auf dem Gelände sein sollen - rund um die Uhr im Schichtsystem.

Zudem sollten Räumpanzer und Wasserwerfer außerhalb des Festivals bereitstehen.

Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums bestätigte am Montag, dass es ein solches Papier vom 12. März gibt, betonte aber: "Das ist ein überholtes Konzept."

Nachdem die Veranstalter der "Fusion" zuletzt ein neues Sicherheitskonzept vorgelegt haben, prüfe die Polizei dieses. Es sei möglich, dass die Polizei nicht mehr - wie bisher - auf einer eigenen Wache direkt auf dem "Fusion"-Gelände bestehe.

Laut der Polizeisprecherin wurden bis zu 1000 Betten an der Seenplatte für Polizisten angefragt, die bei dem Festival Ende Juni mit erwarteten 70 000 Besuchern im Einsatz kommen könnten.

Bereits in den Vorjahren seien mehrere hundert Polizisten vor allem für Verkehrskontrollen abgestellt gewesen. Auf dem Festivalgelände habe es hingegen bislang keine Polizeipräsenz gegeben - anders als es die Polizei in diesem Jahr bislang geplant hat.

Scharfe Kritik an dem Papier kam von den Veranstaltern sowie Linken und Grünen. Die Polizei plane ein unverantwortliches Eskalationsszenario gegen das Kulturfestival, sagte Martin Eulenhaupt für den Veranstalter Kulturkosmos. Er forderte die Landesregierung auf, diesem unverhältnismäßigen Vorhaben ein Ende zu setzen.


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