Erster Saisonsieg: Bielefeld besiegt Dresden dank überragendem Edmundsson

Bielefeld - Das war überzeugend! Arminia Bielefeld hat Dynamo Dresden nach einer starken Vorstellung mit 2:1 (2:0) geschlagen und den ersten Saisonsieg eingefahren.

War nicht zu stoppen: Bielefelds 1:0-Torschütze Jóan Símun Edmundsson (Mitte) im Duell mit Patrick Ebert (l.).
War nicht zu stoppen: Bielefelds 1:0-Torschütze Jóan Símun Edmundsson (Mitte) im Duell mit Patrick Ebert (l.).  © DPA

Die Tore in der mit 19.409 Zuschauern gefüllten Schüco-Arena erzielten Jóan Símun Edmundsson (27.) und Fabian Klos (33.) für Bielefeld und Erich Berko (86.) für Dresden.

Nach einer bewegenden Choreographie für den kürzlich verstorbenen Stadionsprecher Lothar Buttkus ging es los.

Die Arminia überließ Dynamo den Ball. Weil Dynamo damit wenig anzufangen wusste, kam in den ersten 20 Minuten kein Spielfluss zustande.

Denn auch Bielefeld mangelte es in dieser Frühphase des Spiels noch an Präzision im Spielaufbau, wenn man die Kugel erobert hatte und sich kurzzeitig Räume boten.

So musste eine Standardsituation für die erste Chance des Spieles herhalten. Nach einem Freistoß köpfte Julian Börner den Ball in der Rückwärtsbewegung allerdings auf-, statt in das Tor (25.).

Kurz darauf durften die Bielefelder Fans erstmals jubeln:
Nach einem weiten Abschlag von Torhüter Stefan Ortega landete der Ball bei Andreas Voglsammer, der den Kopf hob, die Kugel in den Lauf des färinger Nationalspielers Edmundsson spielte, der frei auf SGD-Keeper Markus Schubert zulief, die Ruhe behielt und mit seinem schwächeren rechten Fuss mit einem platzierten Schuss in die linke untere Ecke traf - 1:0 für den DSC (27.)!

Jubel über die Bielefelder Führung: Jóan Símun Edmundsson (Zweiter von rechts) wird von seinen Mannschaftskollegen beglückwünscht.
Jubel über die Bielefelder Führung: Jóan Símun Edmundsson (Zweiter von rechts) wird von seinen Mannschaftskollegen beglückwünscht.  © DPA

Und Arminia machte munter weiter. Nils Seufert erkämpfte sich das Spielgerät in der eigenen Hälfte gegen Moussa Koné und leitete damit einen wunderschönen Gegenangriff ein. Über Manuel Prietl und Keanu Staude landete das Leder bei Edmundsson, der den Ball direkt in den Lauf von Klos weiterleitete, der mit der Fußspitze an die Kugel kam und diese an Schubert vorbeispitzelte - 2:0 für Bielefeld (33.)!

Dynamo antwortete mit einer starken Einzelaktion von Haris Duljevic, der mehrere Bielefelder Verteidiger aussteigen ließ, mit seinem Schlenzer aber um Haaresbreite das Tor verfehlte (34.).

Kurz darauf vergab Voglsammer noch eine große Möglichkeit, schoss aber einen Meter am Tor vorbei (39.). Selbiges in der 66. Minute: Auch hier verfehlte der 26-Jährige mit einem Freistoß knapp das Tor.

Mit einer verdienten 2:0-Führung ging es in die Halbzeitpause. Bielefelds starke Mittelfeldzentrale, das schnelle Umschaltspiel und die anhaltenden Positionswechsel des DSC bereiteten der Dresdener Defensive große Probleme.

Bielefelds Innenverteidiger Julian Börner (r.) ist den entscheidenden Tick früher am Ball als Dynamo-Stürmer Lucas Röser (l.).
Bielefelds Innenverteidiger Julian Börner (r.) ist den entscheidenden Tick früher am Ball als Dynamo-Stürmer Lucas Röser (l.).

Dynamo verstärkte deshalb in Durchgang zwei das eigene Zentrum und fand etwas besser in die Partie. Doch Moussa Koné scheiterte ebenso am starken Ortega (57.), wie Lucas Röser (71.) und Dario Dumic (90.+1).

Glück hatte die Arminia, als Börner im Strafraum robust gegen Koné zu Werke ging, es aber keinen Elfmeter gab (72.).

Doch Dynamo gab nicht auf und kam zurück. Nach einer klasse Verlagerung von Dynamo-Kapitän Patrick Ebert passte Linus Wahlqvist den Ball direkt auf den eingewechselten Berko, der die Kugel nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (86.) - nur noch 2:1 für Bielefeld.

Es wurde nochmal spannend, Jannis Nikolaou traf nur den Pfosten (90.+2) doch Bielefeld brachte das Ergebnis am Ende mit viel Glück über die Zeit und gewann das erste Saison-Heimspiel gegen Dynamo Dresden insgesamt verdient mit 2:1, weil die Elf von Trainer Jeff Saibene lange Zeit griffiger, effektiver und zweikampfstärker war, dazu auch den besseren Fußball spielte.

Der nächste Gegner der Arminia ist am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) NOFV Oberligist 1. FC Lok Stendal in der 1. Runde des DFB Pokals.


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