Stadion ist fertig - Aues Leonhardt rechnet mit Zuschauerschub

Ein Blick hinein ins Lößnitztal bei Nacht:
Das Stadion leuchtet tief lila, der Trainingsplatz
erstrahlt hell. Zum nächsten
Heimspiel gegen Braunschweig wird das
Erzgebirgsstadion komplett fertig sein.
Ein Blick hinein ins Lößnitztal bei Nacht: Das Stadion leuchtet tief lila, der Trainingsplatz erstrahlt hell. Zum nächsten Heimspiel gegen Braunschweig wird das Erzgebirgsstadion komplett fertig sein.

Aue - Heidenheim machte den Anfang, Heidenheim setzte den Schlusspunkt. Im Dezember 2015 beim DFB-Pokal spielte Aue erstmals auf der Baustelle, vor einer Woche das letzte Mal. Zwei Jahre sind um.

Wenn zum nächsten Heimspiel am 28. Januar Eintracht Braunschweig beim FCE aufläuft, dann ist das Erzgebirgsstadion fertig.

Die Fans können sich nicht satt sehen an ihrem neuen Schmuckkästchen. Gerade im Flutlicht eingetaucht in lila Farben - es sieht echt stark aus. Für den FC Erzgebirge geht mit dem neuen Stadion auch die Zeit der Entbehrung zu Ende. Die Zuschauerzahlen auf der Baustelle waren in den letzten beiden Jahren rückläufig - logisch.

In der Saison 2016/17 kamen im Schnitt 8200 Zuschauer zu den 17 Heimspielen, die Partien gegen Berlin, Stuttgart, Nürnberg und Dresden waren ausverkauft.

In den ersten neun Heimpartien der Hinrunde waren es 7922, lediglich gegen Union war die Karten für den Heimbereich restlos vergriffen. Allerdings musste Aue auch dreimal freitags ran, für die Pendler-Region Erzgebirge natürlich nicht die optimale Zeit.

In der Rückrunde ein untrennbares
Team: Helge
Leonhardt (l.) und Domenico
Tedesco. Der Coach soll zum
Eröffnungsspiel nach Aue zurückkommen
- mit Schalke.
In der Rückrunde ein untrennbares Team: Helge Leonhardt (l.) und Domenico Tedesco. Der Coach soll zum Eröffnungsspiel nach Aue zurückkommen - mit Schalke.  © Jan Huebner

"Mit der Zuschauerzahl sind wir nicht ganz zufrieden", sagt Aues Präsident Helge Leonhardt. "Wir hatten schon mit dem Schnitt des Vorjahres gerechnet. Aber das ist eindeutig mit dem Baugeschehen verbunden. Die Gegentribüne konnte ja nicht genutzt werden, das hat uns Fans gekostet. Ab der Partie gegen Braunschweig ist sie freigegeben. Sie ist hervorragend geworden. Ab da passen die Rahmenbedingungen, ich rechne mit einem Zuschauerschub in der Rückrunde", so der Boss.

Leonhardt sieht im Profi-Fußball immer mehr Event-Charakter. Es kommen nicht nur Männer, ein Spiel ist längst ein Familien-Ausflug. Viele bringen ihre Kinder mit. Mit dem Kids-Club, der bereits jetzt sehr gut angenommen wird, haben wir ebenfalls beste Bedingungen für alle." Er geht davon aus, dass alles zusammen für mehr Zuschauer sorgen wird.

Natürlich kommt das Sportliche hinzu. Braunschweig ist nur ein attraktiver Gegner in der Rückrunde. Mit St. Pauli, Fürth, Kaiserslautern, Duisburg und Dresden kommen weitere Gegner, die zusammen mit dem FCE um den Klassenerhalt kämpfen. "Wir gehen dann in die heiße Phase. Diese Spiele werden von alleine ziehen, die sind sehr interessant für unsere Fans. Ich gehe stark davon aus, dass das neue Stadion öfters richtig voll sein wird", hofft Leonhardt.

16400 Zuschauer werden ins neue Erzgebirgsstadion passen. Gegen Dresden wird es auf alle Fälle ausverkauft sein. Und vielleicht schon zuvor zur offiziellen Eröffnung. "Wir wollen gegen Schalke spielen auch aus Verbundenheit zu Domenico Tedesco.

Das wird im Frühjahr passieren, wenn der FC mit seiner Top-Mannschaft kommen kann", freut sich der Boss auf die Eröffnung.


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