16 Punkte, 37 Gegentore, Vorletzter! Aber der CFC-Trainer denkt nicht an Rücktritt

Der Blick geht zum Boden: CFC-Trainer Horst Steffen musste auch noch die Derby-Niederlage verdauen.
Der Blick geht zum Boden: CFC-Trainer Horst Steffen musste auch noch die Derby-Niederlage verdauen.  © Picture Point

Chemnitz - Steht Horst Steffen zum Trainingsauftakt am 2. Januar im Chemnitzer Sportforum wieder auf dem Platz? Oder waren das Aushändigen der Trainingspläne und die Verabschiedung der Mannschaft seine letzten Amtshandlungen?

Ab Montag haben die CFC-Kicker Weihnachtspause. Weihnachtsfreude dürfte sich nicht einstellen - es sei denn, man hat mit dem CFC innerlich bereits abgeschlossen.

Steffen hat das definitiv nicht. Auch wenn die Stimmen, die mit dem neuen Jahr einen Neuanfang auf der Trainerbank fordern, immer lauter werden - von sich aus gehen wird der CFC-Chefcoach nicht!

TAG24 fragte den Fußball-Lehrer, ob er nach dem bitteren 2:3 in Zwickau an Rücktritt denkt? „Nein, um Gottes willen. Zum Leben gehören auch Schattenseiten. Ich kann nicht sagen: Ich lebe nur dann gut, wenn Friede, Freude, Eierkuchen ist. So ist das Leben nicht. Es stellt Aufgaben und Herausforderungen, die dich als Persönlichkeit reifen lassen“, antwortete Steffen und ergänzte: „Du musst in einer Krise standhaft bleiben, weiter Vertrauen schenken - bei allem, was passiert ist. Es ist meine Aufgabe, die Mannschaft zu führen und wieder zum Erfolg zu bringen. Das kann ich, so schätze ich das ein.“

Steffen gibt sich kämpferisch. Die nackten Zahlen sprechen allerdings nicht erst seit Sonnabend deutlich gegen ihn.

Mit einem Sieg - und danach sah es bis zur 64. Minute aus - wäre der Club über den Strich gesprungen. Doch innerhalb von 15 Minuten kassierten die Himmelblauen drei Kopfballtore - unfassbar! Bereits vor der Pause hatte Daniel Frahn kläglich einen Foulelfmeter vergeben - passt irgendwie ins Bild dieser Tage.

Am Ende stand die siebente Pflichtspiel-Niederlage in Folge. Der CFC geht als Vorletzter ins neue Jahr, hat mit 16 Punkten so wenige wie noch nie zum Jahreswechsel. 37 Gegentreffer belegen: Das Defensivverhalten ist unterirdisch.

Der Trainer gerät immer stärker in Erklärungsnot. „Wir müssen besser verteidigen. Daran arbeiten wir Woche für Woche im Training“, meinte Steffen nach der Zwickau-Pleite und versicherte: „Ein Weiter so war nie das Thema.“

Hofft Steffen - sofern er noch im Amt ist - im Januar auf Verstärkungen? „Natürlich sind Gedanken da, den Kader zu verbessern. Das hängt aber davon ab, was für ein Budget wir haben.“


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