Wachsmuth über FSV-Kaderplanung und Bald-RB-Kollege Krösche

Zwickau – Toni Wachsmuth führt den FSV Zwickau morgen gegen Preußen Münster ein letztes Mal in der 3. Liga als Kapitän aufs Feld. Eine Woche später will der rot-weiße „Capitano“ im Sachsenpokalfinale einer erfolgreichen Saison die Krone aufsetzen, bevor er als FSV-Sportchef eine komplett neue Aufgabe angeht.

Lässt sich Samstag im heimischen Stadion noch einmal gebührend feiern: FSV-Kapitän Toni Wachsmuth.
Lässt sich Samstag im heimischen Stadion noch einmal gebührend feiern: FSV-Kapitän Toni Wachsmuth.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24 sprach mit Wachsmuth über …

… einen Rücktritt vom Rücktritt:
„Darauf bin ich häufig angesprochen worden, aber der Entschluss steht fest. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Gerne mit dem Pokalsieg in Chemnitz.“

… seinen Seitenwechsel:
„Der fliesende Übergang vom Profi zum Sportdirektor ist von Vorteil, um zu wissen, was die Spieler wirklich beschäftigt. In den letzten Jahren hat es da eine Veränderung gegeben. Jeder will nach wie vor möglichst weit oben spielen und viel Einsatzzeit haben, aber das Wohlfühlklima spielt mittlerweile ebenfalls eine große Rolle.“

… seine Philosophie:
„Wenn wir vier Spiele in Folge gewinnen, fangen wir nicht an zu träumen. Es herrscht aber auch keine Weltuntergangsstimmung, wenn wir vier Spiele verlieren. Das sprechen wir sauber an und dann wird es auch mal laut.“

Läuft am Samstag ein letztes Mal für den FSV in einem Punktspiel auf: Toni Wachsmuth. Sein Karriere-Abschluss ist das Pokalfinale eine Woche später in Chemnitz.
Läuft am Samstag ein letztes Mal für den FSV in einem Punktspiel auf: Toni Wachsmuth. Sein Karriere-Abschluss ist das Pokalfinale eine Woche später in Chemnitz.  © picture point/Sven Sonntag

… seine Lehrmeister:
„Ich möchte meinen eigenen Weg gehen und authentisch bleiben, schaue aber gerne über den Tellerrand hinaus. Bei Kröschi (Markus Krösche, der neuer Sportkoordinator bei RB Leipzig wird/d. Red.), mit dem ich früher in Paderborn gespielt habe, könnte ich mir vorstellen etwas abzuschauen und, wenn es die Zeit ergibt, zu hospitieren.“

… Trainingsanzug oder Nadelstreifen:
„Das eine schließt das andere nicht aus. Ich werde aber nicht im Nadelstreifenanzug auf der Bank sitzen. Wichtig ist es, nah an der Mannschaft dran zu sein. Das zeichnet eine Einheit aus.“

… die Kaderplanung:
„Wir wollen uns fußballerisch verbessern. Gleichzeitig müssen wir den Kader budgetbedingt verschlanken und ein bis zwei Stellen einsparen. Bei allem darf der Zwickauer Weg nicht zu kurz kommen. Unsere Mentalität wollen und müssen wir beibehalten, denn das ist unser Alleinstellungsmerkmal.“

… die Auswahlkriterien:
„Man muss Bock darauf haben jeden Tag in dieser Mannschaft zu trainieren. Profifußball ist ein Privileg und da können wir in Zwickau allerhand bieten.

… unpopuläre Entscheidungen:
„Neun Verträge laufen aus. Dazu müssen wir uns auch mit denen hinsetzen, deren Verträge weiterlaufen, die Perspektive aber nicht gegeben ist.“

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