Robin Lenk und die vier Trainer: In Aue wurde es 2017 nie langweilig

Seit September ein Team - und das recht erfolgreich: Cheftrainer Hannes Drews (r.) und Robin Lenk.
Seit September ein Team - und das recht erfolgreich: Cheftrainer Hannes Drews (r.) und Robin Lenk.  © Sven Sonntag

Aue - Das Fußballjahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Die Rückrunde im Frühjahr und die Hinrunde jetzt waren für den FC Erzgebirge erfolg- und ereignisreich - auch auf dem Trainerstuhl.

Im Januar startete Pavel Dotchev, nun ist Hannes Drews Coach. Dazwischen gab es noch Domenico Tedesco und Thomas Letsch. Konstant war er: Robin Lenk.

Der 33-Jährige war im Januar Co-Trainer und ist es noch. Dreimal hatte er übergangsweise auch das Zepter in der Hand, holte fünf Punkte. "Ja", sagt Lenk und holt tief Luft. "Langweilig war es nicht. Es war ein sehr schnelllebiges Jahr", schmunzelt er.

Aber auch ein erfolgreiches. Wenn er darüber nachdenkt, fällt ihm ein Wort ein: "Klassenerhalt". Er verweist aber darauf, dass es nicht nur der Erfolg von Tedesco war, der vom 8. März bis 9. Juni als Cheftrainer fungierte.

Ein erfolgreiches Duo im Frühjahr: Robin Lenk (l.) und Domencio Tedesco. Aue schaffte den Klassenerhalt.
Ein erfolgreiches Duo im Frühjahr: Robin Lenk (l.) und Domencio Tedesco. Aue schaffte den Klassenerhalt.  © Sven Sonntag

"Es war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, es war Teamgeist pur. Da darf auch Pavel Dotchev nicht vergessen werden."

"Er hat den Grundstein mit gelegt. Die Mannschaft hat sich im Laufe des Frühjahrs entwickelt, hat die Fehler der Hinrunde abgestellt. Aber Domenico war schon richtig gut", schwärmt auch er noch vom jetzigen Schalke-Coach.

48 Punkte haben die "Veilchen" im Jahr 2017 geholt - eine beachtliche Bilanz. "Jeden haben wir uns hart erarbeitet, nicht einer ist uns geschenkt worden. Dass wir immer noch 2. Liga spielen ist ein Privileg, das wir täglich genießen. Aber wir kämpfen auch hart, dass so bleibt", sagt Aues Co-Trainer.

Mit den 22 Zählern aus der Hinrunde ist Lenk zufrieden. Es ist die zweitbeste Bilanz der Zweitliga-Historie. Dennoch schwebt Aue weiter in Abstiegsgefahr.

Ins Jahr 2017 starteten Aue und Robin Lenk (r.) noch unter Pavel Dotchev. Dieser trat nach dem 1:4 gegen Dresden am 28. Februar zurück.
Ins Jahr 2017 starteten Aue und Robin Lenk (r.) noch unter Pavel Dotchev. Dieser trat nach dem 1:4 gegen Dresden am 28. Februar zurück.  © Sven Sonntag

"Das zeigt, wie stark, wie ausgeglichen die Liga ist. Das Beispiel Würzburg, das im Vorjahr 27 Zähler hatte und abgestiegen sind, ist uns allen Warnung genug.“

Wie schnell es nach unten gehen kann, zeigte der schwache Start und die Entlassung von Letsch und auch die Durststrecke im Spätherbst.

Dass der FCE definitiv nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern wird, beruhigt Lenk nicht.

„Das hieße ja, wir wollen uns zurücklehnen. Das geht auf keinen Fall. Wir wollen am Samstag gegen Heidenheim siegen, das ist – für mich überraschend – ein direkter Kontrahent."

"Dann können wir beruhigter in die kurze Winterpause gehen."

Hinter Thomas Letsch (r.) war Robin Lenk nur 57 Tage Co-Trainer. Nach dem 0:2 im DFB-Pokal in Wiesbaden wurde Letsch entlassen.
Hinter Thomas Letsch (r.) war Robin Lenk nur 57 Tage Co-Trainer. Nach dem 0:2 im DFB-Pokal in Wiesbaden wurde Letsch entlassen.  © Sven Sonntag

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