Dynamo hilft Aue beim Aufsteigen

Der FC Erzgebirge blieb zwar im 14. Mal in Folge ohne Niederlage, traf aber auch vorn wieder mal nicht.
Der FC Erzgebirge blieb zwar im 14. Mal in Folge ohne Niederlage, traf aber auch vorn wieder mal nicht.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Der FC Erzgebirge sollte mal eine Kiste gutes Bier in die Feldschlösschen-Hochburg nach Dresden schicken. Aufgrund des klaren 3:0 der Dynamos in Osnabrück hat Aue nach dem 0:0 in Cottbus einen Punkt und drei Tore auf den Dritten gutgemacht.

Die "Veilchen" haben nun sogar die bessere Tordifferenz gegenüber dem VfL. Das könnte am Ende der Saison ganz wichtig werden.

Das eigene Remis und die Pleite des unmittelbaren Kontrahenten sind aber auch die einzigen positiven Fakten des 28. Spieltages für Aue. Das Spiel in der Lausitz an sich war es nicht.

Trainer Pavel Dotchev und Sportdirektor Steffen Ziffert fanden teils drastische Worte. Ziffert sprach sogar vom "Schwächsten, was ich in dieser Saison gesehen habe". Dabei hat Aue vor Monaten mit 0:4 in Bremen verloren.

Pascal Testroet und Justin Eilers erlegten Osnabrück und gaben Aue Schützenhilfe.
Pascal Testroet und Justin Eilers erlegten Osnabrück und gaben Aue Schützenhilfe.

"Ich weiß nicht, was heute los war. Wir hatten nie Kontrolle über die Partie", schimpfte Ziffert. "Wir haben nur hohe Bälle gespielt oder im Aufbau verloren. Das habe ich so noch nie von uns gesehen. Das Beste war wirklich der Punkt"

Auch Dotchev haderte: "Es ist kein Geheimnis, dass ich mit dem Punkt zufrieden bin. Das war sehr schwach von uns, speziell in den letzten 20 Minuten. Wir haben es gar nicht geschafft, uns von dem Druck zu befreien."

Der Trainer hatte gehofft, dass sein Team ab Mitte der zweiten Hälfte stärker wird und - wie sonst eigentlich immer - zum Schluss die Akzente setzen kann. "Das war dieses Mal umgedreht. Cottbus wirkte frischer."

Völlig ungewohnt für ihn, dass er sogar einzelne Spieler kritisierte. Julian Riedel, der nach einer Stunde für den verletzten Sebastian Hertner spielte, bekam sein Fett weg. "Er hat mich enttäuscht. Man darf Fehler machen. Aber es kommt aber darauf an wie. Seine Körpersprache hat mir nicht gefallen."

Riecht nach einer Aussprache.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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