Ein Knipser, ein Kapitän und ein Genie: RB Leipzig feiert ersten Sieg

Danke an den Vorbereiter: Kapitän Willi Orban (l.) freut sich mit Jean-Kevin Augustin über seinen Treffer zum 2:1.
Danke an den Vorbereiter: Kapitän Willi Orban (l.) freut sich mit Jean-Kevin Augustin über seinen Treffer zum 2:1.  © Huebner/Voigt

Leipzig - 0:2 hat Vizemeister RB am vergangenen Samstag beim FC Schalke 04 verloren. Gegen Freiburg musste ein besseres Resultat her. Auch ohne den verletzten Yussuf Poulsen feierten die Sachsen beim 4:1 (0:1) gegen die Breisgauer den ersten Saisonsieg. Es gab gleich mehrere Matchwinner!

Wie schon gegen Schalke hatte RB auch gegen Freiburg mehr Torschüsse und Ballbesitz, doch war es Niederlechner, der die Führung für die Gäste erzielte (24.)

Leipzig war insgesamt spielbestimmend, besonders Keita aber agierte oftmals zu unbeständig zwischen Genialität und Leichtsinnigkeit vor dem gegnerischen Strafraum.

Kurz nach dem Seitenwechsel blühte RB auf und drehte Dank Werner und Orban das Spiel. Die Sachsen dominierten die Gäste danach nach Belieben. Augustin trug sich nach 70 Minuten zum zweiten Mal als Scorer ein, bediente Werner zum 3:1.

Brumas Geniestreich nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung begrub alle noch vorhandenen Freiburger Hoffnungen. Der Fehlstart zum Saisonstart wurde damit - am Ende - eindrucksvoll abgewendet.

Größter Aufreger im ersten Durchgang: Jean-Kevin Augustin (r.) fliegt nach einem Rempler von Kempf (l.) im Strafraum. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten entschied der Schiri aber nicht auf Elfmeter für RB.
Größter Aufreger im ersten Durchgang: Jean-Kevin Augustin (r.) fliegt nach einem Rempler von Kempf (l.) im Strafraum. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten entschied der Schiri aber nicht auf Elfmeter für RB.  © Huebner/Voigt

Leipzigs Chefcoach Ralph Hasenhüttl musste den bitteren Ausfall von Stürmer Yussuf Poulsen (Oberschenkelprobleme) verkraften. Ihn ersetzte Neuzugang Augustin, den Hasenhüttl bereits auf der Pressekonferenz am Freitag in die engere Auswahl nahm.

Zudem rückte der wiedergenesene Demme (Knieprellung) für Laimer ins defensive Mittelfeld. Keita begann ebenfalls defensiv, für ihn musste Ilsanker weichen. Auch Forsberg stand nach überwundener Angina wieder in der Startelf.

Nach einem forschen Start der Gäste war es Augustin, der nur durch eine Glanzparade von Keeper Schwolow nicht zur Führung traf (9. Minute). Fortan war RB spielbestimmend, kreierte einige gute Chancen. Besonders bei Kontern war der SCF aber auch gefährlich.

Dann aber Aufregung auf der anderen Seite: Der Video-Assistent kam erstmals nach 16 Minuten zum Einsatz, nachdem Augustin nach einem Rempler von Kempf im Strafraum fiel. Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) entschied nach Absprache mit Dr. Jochen Drees: Kein Elfmeter!

Niederlechner durchbrach Mitte des ersten Durchgangs vorerst die Angriffsbemühungen der Gastgeber: Haberer ließ eine Hereingabe von links durch, Niederlechner überwandt Gulacsi im Kasten - 0:1 (24.)

Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff versuchte sich Sabitzer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, zielte aber zu zentral auf Schwolow. Danach ging's in die Kabinen.

Mit einem satten Weitschuss aus der Drehung setzte der eingewechselte Bruma den Schlusspunkt.
Mit einem satten Weitschuss aus der Drehung setzte der eingewechselte Bruma den Schlusspunkt.  © Huebner/Voigt

Was tun in der Pause? Die Truppe von Coach Ralph Hasenhüttl hatte 62 Prozent Ballbesitz, erspielte sich 11:5 Torschüsse und war deutlich sicherer im Passspiel. Doch es musste was passieren, RB lag schließlich 0:1 zurück.

Die Kabinenansprache scheint gefruchtet zu haben: Nach einer Forsberg-Ecke köpfte Werner zum 1:1 (48.). Das Stadion kochte und trieb die Sachsen weiter nach vorn!

Und auch das zahlte sich aus: Nach einer scharfen Hereingabe von rechts durch den starken Augustin staubte Kapitän Orban ab - 2:1 (55.).

Der bärenstarke Augustin bediente 20 Minuten vor dem Ende Timo Werner mustergültig. Der deutsche Nationalspieler erzielte eiskalt das 3:1.

Das schönste Tor des Nachmittags gehörte aber einem Joker: Bruma traf nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung aus der Drehung mit einem Weitschuss (Typ: Tor des Monats) zum 4:1-Endstand.

Am Ende wurde es doch deutlicher, als es nach 45 Minuten aussah. Nach zwei Spieltagen ordnet sich RB als Siebter im Tabellenmittelfeld ein.

Der kommende Gegner der Roten Bullen weckt gute Erinnerungen bei Mannschaft und Fans: Beim HSV, bei dem RB im Vorjahr 4:0 gewann, treten die Leipziger nach der Länderspielpause am Freitag (8. September) ab 20.30 Uhr an. Tickets könnt Ihr Euch noch bis kommenden Freitag (23.59 Uhr) online sichern.


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