Eintracht träumt schon vor Pokal-Achtelfinale vom Endspiel

Fingerzeig in Richtung Berlin? Niko Kovac will in Heidenheim weiterkommen - egal wie.
Fingerzeig in Richtung Berlin? Niko Kovac will in Heidenheim weiterkommen - egal wie.  © DPA

Frankfurt - Nur noch ein Spiel muss Eintracht Frankfurt in diesem Jahr gewinnen. Dann hätte die Mannschaft eine unerwartet starke Hinserie mit Erfolg zu Ende gebracht und sich die kürzeste Winterpause aller Bundesligisten redlich verdient.

"Es ist ganz wichtig, dass wir weiterkommen. Es ist nicht wichtig, wie wir weiterkommen. Ich will nur weiterkommen", sagte Trainer Niko Kovac vor dem Achtelfinal-Spiel des DFB-Pokals beim 1. FC Heidenheim (Anpfiff 20.45 Uhr)

Der Tabellen-15. der 2. Bundesliga ist ein äußerst unbequemes Los - sportlich wie witterungstechnisch. Vier Tage vor Weihnachten noch einmal auf der Schwäbischen Alb antreten zu müssen, ist eine Herausforderung. In mancherlei Hinsicht ist der 1. FC Heidenheim das Eintracht Frankfurt der Zweiten Liga: Niemand spielt gern gegen dieses sehr körperbetonte und physisch starke Team.

"Ein Auswärtsspiel bei einem Zweitligisten ist nie leicht", weiß auch Kovac. "Entscheidend ist die Einstellung. Wie gehe ich in so ein Spiel rein? Dieses Spiel wird im Kopf entschieden." Personell werde er deshalb auch nicht experimentieren oder Spielern aus der zweiten Reihe ausgerechnet an diesem Abend eine Bewährungschance geben.

"Ich weiß, dass meine Spieler nicht müde sind. Deshalb gehe ich davon aus, dass ich morgen die volle Kapelle auflaufen lassen werden."

Trotz der Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Dortmund feierte die Eintracht mit den Fans auf dem Römer.
Trotz der Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Dortmund feierte die Eintracht mit den Fans auf dem Römer.  © DPA

Passend dazu werden die Frankfurter Profis nach dem Pokalspiel nur eine Woche frei haben - und das unabhängig vom Ausgang dieser Partie. Bereits am 28. Dezember lässt Kovac schon wieder die Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde beginnen.

Der FC Augsburg und Hannover 96 haben ihren Trainingsstart ebenfalls vor Silvester gelegt. Aber beide müssen in dieser Woche nicht mehr im DFB-Pokal ran. In Frankfurt wird also weiterhin mehr trainiert und härter gearbeitet als bei den meisten anderen Clubs. Und der Erfolg gibt Kovac bislang recht.

In Heidenheim muss der Eintracht-Coach wie schon beim 2:2 gegen den FC Schalke 04 auf den Abwehrspieler David Abraham verzichten. Diesmal sind allerdings nicht die Wadenprobleme des Argentiniers der Grund dafür. Er ist im DFB-Pokal weiterhin gesperrt.

Als neuer und alter Abwehrchef kommt wieder Makoto Hasebe in Frage, der zuletzt von hartnäckigen Knieproblemen und einem grippalen Infekt zurückgeworfen wurde. "Er hat jetzt mal drei, vier Tage am Stück trainieren können. Ich gehe davon aus, dass er für morgen eine Alternative ist. Wir haben da Hoffnung", sagte Kovac.

In einem ist sich der Frankfurter Trainer sicher: Motivieren muss er seine Spieler auch vor der unangenehmen Aufgabe bei einem Zweitliga-Club nicht. "Wir haben einen großen Vorteil", sagte er. "Wir haben in der letzten Saison das Pokalfinale spielen dürfen. Und jeder, der in Berlin dabei war, weiß, wie schön das war. Das hat jeder noch vor Augen. Da bedarf es morgen keiner großen Motivation."


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