Eintracht kassiert gegen Schalke Ausgleich in der letzten Sekunde

Luka Jovic traf zur Führung für Frankfurt.
Luka Jovic traf zur Führung für Frankfurt.  © DPA

Frankfurt - Großer Kampf und am Ende doch nur ein Punkt: Eintracht Frankfurt und der FC Schalke 04 trennen sich am letzten Spieltag der Hinrunde mit 2:2 (1:0).

Die Gastgeber gingen vor 50.600 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Commerzbank Arena bereits früh in der ersten Halbzeit durch Stürmer Luka Jovic in Führung (2.). Dann spielte vorerst nur noch der Gast aus Gelsenkirchen, ohne jedoch zu treffen.

Der zweite Abschnitt gestaltete sich wesentlich ausgeglichener. Der eingewechselte Sebastien Haller erhöhte mit einem Hacken-Treffer auf 2:0 (66.). Breel Embolo verkürzte auf 1:2 (82.). Naldo traf in der Nachspielzeit zum späten Ausgleich.

Nach dem Remis gegen Schalke und 26 Punkten in der Bundesliga, soll im DFB-Pokal die gute Hinrunde nun noch mit einem Weiterkommen ins Viertelfinale gekrönt werden.

Ante Rebic (re.) erobert von Benjamin Stambouli den Ball.
Ante Rebic (re.) erobert von Benjamin Stambouli den Ball.  © bild pressehaus

Bei der Bekanntgabe der Aufstellung wurde schnell klar: Abwehr-Boss David Abraham konnte gegen die Knappen nicht mitwirken. Er hatte sich beim Spiel in Hamburg eine Wadenverletzung zugezogen. Für ihn rückte Carlos Salcedo in die Abwehr.

Kevin-Prince Boateng und Jetro Willems erhielten den Vorzug vor Timothy Chandler und Taleb Tawatha.

Kaum hatte Schiedsrichter Dr. Robert Kampka aus Mainz die Partie angepfiffen, ging die Eintracht auch schon in Führung. Ante Rebic luchste Benjamin Stambouli nach zwei Minuten den Ball auf der linken Außenbahn ab, fand in der Mitte umgehend Mijat Gacinovic. Der wiederum bediente den am Fünfmeterraum lauernden Luka Jovic - 1:0 und Blitzstart für Frankfurt!

Vom Rückstand unbeirrt kämpfte sich Schalke sofort wieder ins Spiel, den letzten Pass konnte die Eintracht allerdings vorerst verhindern. Die nächste größere Gelegenheit ergab sich aber für das Team von Trainer Niko Kovac: Rebic, der das Leder nach einer Ecke beim Versuch eines Seitfallziehers nicht richtig traf, bediente unfreiwillig Gacinovic, der über das Tor köpfte (17.).

Die Königsblauen gaben anschließend weiter den Takt an und kamen in der 36. Spielminute zu ihrer besten Möglichkeit vor der Pause: Yevhen Konoplyanka setzte sich auf rechts gegen Salcedo, doch Marco Russ spitzelte dazwischen, so dass Amine Harit den Ball nicht richtig traf (36.).

Noch vor dem Halbzeitpfiff nahm Kovac den gelbverwarnten Willems vom Feld - Chandler ersetzte den Niederländer positionsgetreu. In der Nachspielzeit hätte sich die Eintracht nicht über den Ausgleich beschweren dürfen. Alessandro Schöpf scheiterte an Torhüter Lukas Hradecky, der den Gegentreffer mit einer spektakulären Flugeinlage verhinderte. Pause.

Lässig in Sneakern unterwegs: Schalke-Trainer Domenico Tedesco.
Lässig in Sneakern unterwegs: Schalke-Trainer Domenico Tedesco.  © DPA

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff kam Sebastien Haller für den starken Rebic in die Partie (50.). Der Kroate hatte im ersten Spielabschnitt nach einem überharten Einsteigen gegen Max Meyer die gelbe Karte gesehen.

Die Eintracht stand weiterhin defensiv kompakt, hielt die Gäste weitestgehend vom eigenen Sechszehner fern. Chancen waren Mangelware - bis zur 66. Minute.

Gacinovic, der sich vom schwachen Stambouli das Leder erkämpfte, setzte auf Links zum Solo an. Am Eck des Fünfmeterraums spielte er Meyer einen Knoten in die Beine und spitzelte auf Haller, der mit dem Rücken zum Tor per Hacke einnetzte.

Auf den Rängen kochte die Stimmung über. "Wir wollen nach Europa", schallte es aus der Nordwestkurve runter zu den Spielern auf dem Feld.

Als Guido Burgstaller in der 82. Minute Breel Embolo zum 1:2-Anschlusstreffer bediente, wurde es allerdings ganz schnell wieder ruhiger. Schalke machte Dampf: Daniel Caliguiri scheiterte mit einem strammen Schuss aus rund 20 Metern an Hradecky, der kaum Zeit zu reagieren hatte (84.). Dann schickte der Referee Tedesco auf die Tribüne. Dort sah der Schalker-Trainer den Ausgleich durch Naldo (90.+5), dem die Kugel glücklich vor die Füße fiel. 2:2 - Abpfiff. Damit verliert die Eintracht zwei Punkte gegen Blau-Weiß, auch wenn das Ergebnis am Ende mehr als leistungsgerecht ausfiel.

Die letzte Pflichtspiel-Aufgabe vor Weihnachten muss die Eintracht auswärts und in einem anderen Wettbewerb bewältigen: Am Mittwoch (20.12., Anpfiff 20.45 Uhr) reist der SGE-Tross zum DFB-Pokal-Achtelfinale nach Heidenheim.


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