Winterpause als rettender Anker: Sind die Eintracht-Kicker ausgebrannt?

Frankfurt - In der Anfangsphase war es ein Duell auf Augenhöhe, welches Eintracht Frankfurt sogar ein Stück weit dominierte. Doch der FC Bayern München nahm das Heft am Samstag mit fortlaufender Spielzeit mehr und mehr in die Hand. Das hat für die Frankfurter Verantwortlichen einen ganz einfachen Grund.

Adi Hütter sah in weiten Teilen des ersten Durchgangs eine Partie auf Augenhöhe.
Adi Hütter sah in weiten Teilen des ersten Durchgangs eine Partie auf Augenhöhe.  © DPA

Rund 30 Minuten lang hatten die Adlerträger durchaus die besseren Chancen gegen den Rekordmeister, jedoch blieb der Lohn für die erbrachten Mühen aus. Das bestraften die Münchener in Person von Franck Ribéry umgehend, nachdem sich Frankfurts Jungspund Evan N'Dicka einen fatalen Lapsus in der Abwehr erlaubte.

Von da an nahm der unrühmliche Hinrunden-Abschluss der Hessen seinen Lauf. Routiniert und spielerisch stark übernahmen die Bayern das Kommando und gaben es nicht mehr aus Hand, während man den Hessen die Strapazen der vergangenen Wochen zwischen Bundesliga und Europa League immer deutlicher anmerkte.

Auch SGE-Coach Adi Hütter blieb diese Tatsache nicht verborgen: "Dass der Akku bei einigen Spielern schon leer war, hat man gesehen", so der 48-Jährige nach dem Abpfiff. Trotz alledem sprach er seinen Schützlingen für die alles in allem starke Hinrunde ein Lob aus und fügte an, dass das Ergebnis seiner Auffassung nach keinesfalls den Spielverlauf widerspiegele.

"Ich habe ein Spiel gesehen, das in der ersten halben Stunde sehr gut war. Wir haben es aber nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Dabei waren wir Chef auf dem Platz. Über 90 Minuten hatten die Bayern sicher die besseren Chancen. Aber die Mannschaft hat nie aufgesteckt. Für mich ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen".

DER TANK IST LEER - DIE ALTERNATIVEN FEHLTEN

Auch Sportdirektor Bruno Hübner bemerkte mit fortlaufender Spieldauer, dass die Kräfte der Eintracht-Akteure deutlich nachließen.
Auch Sportdirektor Bruno Hübner bemerkte mit fortlaufender Spieldauer, dass die Kräfte der Eintracht-Akteure deutlich nachließen.  © DPA

Dass es zum Ende der Partie hin immer schlechter um die Kraftreserven der Eintracht-Kicker bestellt war, blieb auch Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner nicht verborgen.

"Zum Schluss hat man schon gemerkt, dass uns die Alternativen gefehlt haben und die Kraft ein bisschen verloren gegangen ist", sagte Hübner, der aber ähnlich wie Hütter eine Anfangsphase par excellence seiner Mannschaft beobachtete.

"Heute hätten wir uns in den ersten 20 Minuten belohnen müssen. Wenn wir in Führung gegangen wären, dann hätte es vielleicht anders ausgesehen", so der 57-Jährige weiter. Mit dem DFB Pokalsieg als krönendem Abschluss der Vorsaison und einem starken sechsten Tabellenplatz nach der Hälfte der laufenden Spielzeit, kann man in Frankfurt dennoch von einem gelungenen Jahr 2018 sprechen.

Auf dem Rasen sehen Fans ihre Eintracht am 19. Januar (Samstag) wieder. Dann empfängt man den SC Freiburg zum Rückrundenauftakt (15.30 Uhr). Dann hoffentlich wieder mit geladenen Akkus.

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