Wappen-Zoff mit RB! Darum zeigt Fortuna Düsseldorf das Leipzig-Logo nicht

Düsseldorf/Leipzig - Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf weigert sich weiterhin, Logo und Kürzel von Ligarivale Rasenballsport Leipzig in ihren Internetauftritten zu zeigen. TAG24 erklärte der Verantwortliche, wieso.

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel ballt die Siegerfaust. Dem künftigen Bundesliga-Konkurrenten RB Leipzig tritt der Aufsteiger hart entgegen. Schon am 2. Spieltag treffen beide in Sachsen aufeinander.
Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel ballt die Siegerfaust. Dem künftigen Bundesliga-Konkurrenten RB Leipzig tritt der Aufsteiger hart entgegen. Schon am 2. Spieltag treffen beide in Sachsen aufeinander.  © Screenshot/twitter / dpa

Zunächst einmal betont Thomas Gassmann, dass die Düsseldorfer ein mitgliedergeführter Verein sind - im krassen Gegensatz zu Red-Bull-Klub Leipzig, dort hat der Brausegigant seit der Gründung im Jahr 2009 das Sagen.

"Auf der Mitgliederversammlung vom 30. Oktober 2014 haben die Mitglieder einstimmig den Beschluss verfasst, dass Fortuna mit Vereinen, derer Gründung erkennbar zu Werbezwecken erfolgt ist, keine Geschäftsbeziehungen unterhalten soll", erläutert der Direktor Kommunikation die Vorgehensweise, die auch schon Borussia Dortmund oder der FC St. Pauli so in der Vergangenheit praktiziert hatten.

Der Kontakt mit Klubs wie den Roten Bullen soll "lediglich auf das Pflichtgemäße beschränkt" werden, so Gassmann.

Hintergrund: Nach der Bekanntgabe des Bundesliga-Spielplans für die Saison 2018/19 postete Fortuna Düsseldorf via Twitter ein Bild mit ihren Gegnern. Allen wurde das Logo verpasst, nur RB Leipzig nicht. Auf der Internetseite waren im F95-Spielplan die kompletten Vereinsnamen aller anderen 16 Bundesliga-Klubs zu lesen. Europa-League-Starter RB wurde das Kürzel gestrichen, nun steht nur "Leipzig" dort geschrieben (TAG24 berichtete).

In einer Kilometertabelle ist zudem eine Deutschlandkarte mit der geografischen Zuordnung aller anderer 16 Bundesliga-Vereinswappen zu sehen. Bei RB steht nur "Leipzig" ohne Logo. Im Nachgang soll sich Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sogar bei Fortuna-Boss Robert Schäfer über das Verhalten beschwert haben (TAG24 berichtete) - offenbar vergeblich.

RB Leipzig gehören Stand September 2017 rund 920 Mitglieder an. Damit sind die Sachsen mit Abstand Bundesliga-Schlusslicht. Auf Platz 17 folgte die TSG 1899 Hoffenheim mit knapp 8500 Mitgliedern. Rekordmeister FC Bayern München belegt mit rund 290.000 Mitgliedern deutlich den 1. Platz.

Die Roten Bullen gingen 2009 aus dem benachbarten Oberligisten SSV Markranstädt hervor. Direkt in der ersten Saison stieg das Team in die viertklassige Regionalliga Nord/später Nordost auf. Nach drei Jahren folgte der Aufstieg in die 3., wiederum ein Jahr später in die 2. Liga. Nach zwei Jahren Zweitklassigkeit stieg RB Leipzig zur Saison 2016/17 in die Bundesliga auf, wurde prompt Vizemeister. In der abgelaufenen Spielzeit qualifizierten sich die Bullen für die Europa-League.


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