DFL-Boss beschimpft Ultras als "Totengräber der Fankultur"

Bei einem Hintergrundgespräch mit Journalisten hat DFl-Geschäftsführer Christian Seifert (47) seinem Ärger über Ultra-Gruppierungen Luft gemacht.
Bei einem Hintergrundgespräch mit Journalisten hat DFl-Geschäftsführer Christian Seifert (47) seinem Ärger über Ultra-Gruppierungen Luft gemacht.  © DPA

Frankfurt am Main - Bei einem Pressegespräch mit Journalisten-Vertretern hat DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (47) die Ultra-Gruppierungen deutscher Fußball-Clubs stark kritisiert.

Angesichts zahlreicher Fan-Vergehen wie beleidigender Banner und Pyrotechnik-Einlagen sagte der Boss der Deutschen Fußball Liga zu Journalisten: "In Wahrheit sind diese Personen die Totengräber der Fankultur, um die es ihnen angeblich geht." Das berichten mehrere Medien, darunter Sport1 oder das Kicker-Sportmagazin.

Diese und ähnliche Verhaltensweisen werden von Seifert als "asozial" eingestuft. Er sei der Ansicht, dass die restlichen Zuschauer viel mehr für Stimmung und Fußballkultur täten, wenn sie keine Böller oder Raketen abfeuern würden.

"In einem Stadion von 50.000 Zuschauern reichen 50, die dem Spiel den Charakter geben. Perfide ist: Diese 0,1 Prozent finden sich saucool. Mit Prävention sind die nicht mehr zu erreichen", meinte der DFL-Boss.

Dieser hat sich auch Gedanken über ein Stehplatzverbot gemacht. "Das führt wieder nur zu irgendwelchen Solidarisierungstendenzen" meint der 47-Jährige, findet aber, dass "wenn der Preis dafür Gewalt-Exzesse und Pyro sind", auf Choreografien verzichtet werden sollte.

Zudem ist er wenig davon angetan, dass die Polizeiaufgebote immer großer werden.

"95 Prozent der Zuschauer ist nicht mehr klarzumachen, warum Stadien aussehen wie militärische Krisengebiete, weil über der Stadt die Hubschrauber kreisen und vermummte Polizisten herumlaufen", kritisiert der Boss der Deutschen Fußball Liga die allgemeine Sicherheitslage vor Bundesliga-Partien.


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