Hat RB Leipzig gegen Schalke wirklich nur das Spielglück gefehlt?

Geknickt läuft Trainer Ralph Hasenhüttl zu seinen Jungs. Seine Mannschaft hat soeben 0:2 gegen Schalke 04 verloren.
Geknickt läuft Trainer Ralph Hasenhüttl zu seinen Jungs. Seine Mannschaft hat soeben 0:2 gegen Schalke 04 verloren.  © DPA

Gelsenkirchen - Da wartet auf den RB-Trainer wohl noch ein wenig Arbeit: Nach dem 0:2 von Ralph Hasenhüttls Roten Bullen beim FC Schalke 04 (TAG24 berichtete) stehen viele Fragen hinter der Leipziger Leistung. Doch war wirklich alles so schlecht? Oder hat nur das Spielglück gefehlt?

Viele Fehlpässe, wenig Ideen im Strafraum und ein Gegner, der ungewohnt stark agierte: Für RB Leipzig lief im Ruhrpott kaum was zusammen. Besonders Dayot Upamecano und Neuzugang Konrad Laimer machten mit überdurchschnittlich vielen Fehlpässen das Leipziger Aufbauspiel oftmals zunichte.

Beide waren es dann auch, die direkt an den beiden Gegentoren beteiligt waren. Erst ging der 18-jährige Upamecano im Strafraum zu ungestüm gegen Franco di Santo in den Zweikampf. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied auf Elfmeter, den Nabil Bentaleb sicher verwandelte (43. Minute).

Lothar Matthäus, Mitglied in der Sky-Expertenrunde der Topspiele am Samstagabend, war sich nicht sicher, ob der Elfmeter wirklich berechtigt war. "Das war für mich kein klarer Elfmeter", sagte der 56-Jährige. Die Entscheidung von Schiedsrichter Zwayer sei "sehr hart" gewesen.

Klar ist aber: Wäre der Elfmeterpfiff eine klare Fehlentscheidung gewesen, hätte der seit dieser Saison bei allen Bundesligaspielen tätige Videoassistent Alarm gegeben. Hat er aber nicht.

Auch die eingewechselten Emil Forsberg (l.) und Jean-Kevin Augustin konnten die Pleite nicht verhindern.
Auch die eingewechselten Emil Forsberg (l.) und Jean-Kevin Augustin konnten die Pleite nicht verhindern.  © DPA

Das 2:0 für das Team des Ex-Aue-Trainers Domenico Tedesco fiel nach einem Konter - eingeleitet von Leipzigs Konrad Laimer.

"Viele Konter haben wir nicht zugelassen, aber den einen verteidigen wir nicht gut", sagte Hasenhüttl am Sky-Mikrofon nach dem Spiel. Eigentlich war RB im Vorwärtsgang, doch einer von vielen schlimmen Fehlpässen vom letztjährigen Spieler der Saison in Österreich führte zum zweiten Gegentor durch Jewgeni Konopljanka (73.).

Auch die Einwechslungen der Offensivspieler Emil Forsberg (46.), Bruma (75.) und Jean-Kevin Augustin (76.) brachten nicht den gewünschten Effekt.

Am Ende standen für den Vizemeister aus Sachsen sogar deutlich mehr Ballbesitz (64 Prozent), mehr Ecken (5:4) und mehr Torschüsse (12:11) zu Buche. Doch von diesen zwölf Torschüssen flogen höchsten ein bis zwei etwas gefährlicher in die Richtung von Schalke-Keeper Ralf Fährmann.

Restlos unzufrieden war Leipzigs Coach nach dem Spiel nicht wirklich. "Uns hat heute das Spielglück gefehlt", resümierte Hasenhüttl bei Sky. "Aus vier, fünf Situationen hätten wir mehr machen können."

Für den 50-Jährigen war der Start in die neue Saison unterm Strich trotzdem gut. "Mir ist nicht Angst und Bange", so Hasenhüttl. Jetzt heißt es: Aufstehen, Mund abwischen und es kommenden Sonntag gegen Freiburg besser machen.

Anstoß in der Red Bull Arena ist 15.30 Uhr. Es gibt nur noch wenige Resttickets an den Vorverkaufsstellen.


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