Investor Kühne: HSV "schlechteste Investition meines Lebens!"

Hamburg - Milliardär Klaus-Michael Kühne hat mal wieder einen rausgehauen und den HSV vor dem wichtigen Spiel am Samstagnachmittag bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) angegriffen!

Wieder mal markige Worte gegen seinen HSV: Investor Klaus-Michael Kühne
Wieder mal markige Worte gegen seinen HSV: Investor Klaus-Michael Kühne  © DPA

Innerhalb kürzester Zeit hat Investor Kühne zum zweiten Mal gegen den HSV geledert! Nach seinen Drohungen, dem Bundesliga-Dino den Geldhahn abzudrehen, hat er den HSV nun im Interview mit der Süddeutschen Zeitung als wirtschaftlich "schlechteste Investitionsentscheidung" seines Lebens bezeichnet.

Er führte weiter aus, dass er schon seit Jahren nicht mehr ins Stadion gehe, um mit seinem Verein mitzuleiden: "Da werde ich erkannt und auch oft beschimpft."

Deshalb bleibt als Alternative nur: "Ich sehe die Spiele immer im Fernsehen. Und dann leide ich mit. Wobei, eigentlich leide ich nicht mehr."

Eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass der polarisierende Investor in den letzten Jahren rund 100 Millionen Euro in den HSV gesteckt hat - und nur wenig dabei herumkam.

Der 80-Jährige ging auch auf die sportlich verantwortlichen Positionen beim HSV ein und sprach davon, dass nicht das richtige Management verpflichtet wurde: "Insgesamt ist es eine Schande. Furchtbar für Hamburg!"

Klaus-Michael Kühne bei einem seiner zahlreichen Interviews.
Klaus-Michael Kühne bei einem seiner zahlreichen Interviews.  © DPA

Mal wieder markige Worte vom launischen Mäzen! Ähnlich wie vor einigen Wochen Felix Magath, klingen auch Kühnes Aussagen wie eine kleine Abrechnung und verdeutlichen seine Hassliebe zum HSV.

Natürlich ist der seit Jahren andauernde Existenzkampf nicht nur für ihn, sondern auch für die Fans anstrengend und ermüdend. Warum Kühne dieses Interview allerdings zu diesem Zeitpunkt gibt, ist allerdings ein Rätsel.

Denn unter Trainer Christian Titz darf der HSV zumindest wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Deshalb war es im Verein und zur Abwechslung auch mal im Umfeld ruhig, um alle Kräfte zu bündeln.

Dass Kühne dieses Fass ausgerechnet jetzt, vor dem entscheidenden Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt aufmacht, ist alles andere als hilfreich für seinen Klub im Kampf um den Klassenerhalt.

Dabei wünscht Kühne dem HSV den Verbleib in der 1. Bundesliga und hat den Glauben auch noch nicht verloren: "Beim HSV weiß man nie. Es ist noch nicht vorbei!"

Dafür müsste erstmal ein Sieg in Frankfurt her - im Idealfall verliert auch noch der VfL Wolfsburg bei RasenBallsport Leipzig und der HSV springt auf den avisierten Relegationsrang 16 und kann sich diesen am letzten Spieltag zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach sichern. Aber das ist, wie auch eine mögliche Relegation, alles noch Zukunftsmusik.


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