Konkrete Zahlen: So gut ist RB Leipzig für die Wirtschaft

Die Fans lieben ihren jungen Verein. Die Stadt Leipzig und die gesamte Region profitiert vom RB-Leipzig-Hype.
Die Fans lieben ihren jungen Verein. Die Stadt Leipzig und die gesamte Region profitiert vom RB-Leipzig-Hype.  © Jan Huebner

Leipzig - Dass der ebenso geliebte wie gehasste Bundesliga-Aufsteiger und Fast-Vizemeister RB der Wirtschaft in der Metropolregion Leipzig/Halle zugute kommt, war schon klar. Jetzt liegen auch erste konkrete Zahlen vor.

„Aufgrund seiner internationalen Strahlkraft wird RB Leipzig in den kommenden Jahren zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region“, sagte Wirtschaftsprofessor Henning Zülch von der HHL (Handelshochschule Leipzig) der MZ.

Leipzig werde künftig „in einem Atemzug mit Madrid, Barcelona, London oder Paris genannt. Dies ist von unschätzbarem Wert“, so Zülch.

Das bestätigen seine Zahlen schon jetzt. 41.478 Fans kamen im Schnitt zu den bisher 16 Heimspielen in die Red Bull Arena. Rechnet man das ausverkaufte letzte Spiel gegen den FC Bayern (13. Mai, 15.30 Uhr) hinzu, kommt man auf insgesamt 705.121 Zuschauer. Das sind fast eine viertel Million mehr als noch in der letzten (Zweitliga-)Saison.

Seinen Berechnungen zufolge habe es Einnahmen in Höhe von 38,78 Millionen Euro durch die Fans gegeben - 21,15 Millionen allein für Gastronomie und Einzelhandel.

Die Fans strömen ins Stadion von RB Leipzig. Am Ende der ersten Bundesliga-Saison werden 705.121 Zuschauer die Heimspiele der Roten Bullen live verfolgt haben.
Die Fans strömen ins Stadion von RB Leipzig. Am Ende der ersten Bundesliga-Saison werden 705.121 Zuschauer die Heimspiele der Roten Bullen live verfolgt haben.  © DPA

Weiterhin sollen der Stadt 9,50 Euro pro Besucher in die Kassen spülen. Auf die gesamte Saison gerechnet macht das einen Wert von 6,7 Millionen Euro und damit 2,21 Millionen mehr als noch 2015/16.

Immer mehr auswärtige Fans nutzen natürlich auch die Betten in der Messestadt. 95.000 zusätzliche Übernachtungen pro Jahr soll es nur durch die Roten Bullen geben. Mit Blick auf internationale Spiele dürfte schon ab Herbst an der 100.000-Marke gekratzt werden.

Eine McKinsey-Studie prophezeite 200 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Jahr für die gesamte Region. Kristian Kirpal, Präsident der Leipziger Industrie- und Handelskammer (IHK), hält dies „für eine hohe aber nach wie vor realistische Schätzung“.

Der Klub beschäftigt aktuell 389 Angestellte, 296 davon sind keine Sportler. Zudem seien an Spieltagen in dieser Saison etwa 1500 Personen im Einsatz – als Hostessen sowie Mitarbeiter für Security, Rettungsdienst, Catering, Reinigung, Technik und Broadcaster.

Der Weg von RB Leipzig ist noch lang nicht am Ende. Einnahmen, Zuschauer, Mitarbeiter und Übernachtungen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter ansteigen.


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