Mit Kampf und Feuereifer: So will die Eintracht den Mainz-Fluch brechen

Frankfurt - In Mainz konnte die Eintracht noch kein Bundesliga-Spiel gewinnen. Das will Trainer Hütter nun schnellstmöglich ändern. Sport-Vorstand Bobic verlängert derweil Vertrag um Vertrag beim Pokalsieger.

Die letzten Auswärtspartien in Mainz verliefen für die Eintracht wenig glücklich, das will Coach Adi Hütter am Mittwoch ändern.
Die letzten Auswärtspartien in Mainz verliefen für die Eintracht wenig glücklich, das will Coach Adi Hütter am Mittwoch ändern.  © DPA

Nach einer pickepackevollen Hinrunde mit 23 Pflichtspielen in vier Monaten will Eintracht Frankfurt zu einem letzten Schlussspurt in diesem Jahr ansetzen.

"Ich verlange, dass wir immer ans Limit gehen. Wenn der Tank noch voll wäre, dann hätten wir vielleicht irgendwas nicht richtig gemacht. Wir müssen noch einmal alles rausholen, um dementsprechend ein paar Punkte zu machen", forderte Adi Hütter vor dem prestigeträchtigen Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05 an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) und gegen den FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Der Trainer weiß: 26 Punkte sind bereits eine starke Ausbeute, mit weiteren Zählern kann sich die Eintracht aber richtig oben festsetzen. Gelingen soll der nächste Sieg ausgerechnet in Mainz, wo die Eintracht in der Bundesliga bei fünf Remis und fünf Niederlagen noch nicht einmal gewinnen konnte.

"Die Serien sollte man nicht großartig zum Thema machen. Es gilt das Ziel, dass man versucht, die Serie zu brechen. Dafür brauchen wir ein sehr, sehr gutes Spiel", sagte Hütter. Der Österreicher hält den Rivalen für besonders heimstark und warnte vor dem wuchtigen Angreifer Jean-Philippe Mateta und dessen Kopfballstärke.

Wird auch in der Schlussphase vor der Winterpause fehlen: Eintracht-Kapitän David Abraham.
Wird auch in der Schlussphase vor der Winterpause fehlen: Eintracht-Kapitän David Abraham.  © DPA

Bei den jüngsten Siegen über die Europa-League-Teilnehmer Lazio Rom (2:1) und Bayer Leverkusen (2:1) sah Hütter vor allem die Kondition als großes Plus seiner Mannschaft. Ein so intensives Spiel wie gegen die Werkself habe er noch nicht gesehen, beteuerte der 48-Jährige.

"Viele haben erwartet, dass wir das Tempo nicht bis zum Schluss gehen können. Deshalb haben wir die Kritiker Lügen gestraft mit dieser Laufleistung gegen Leverkusen", sagte Hütter. Sein Team sei physisch "in einem Top-Zustand, das ist ein Merkmal unserer Mannschaft".

Und nicht nur konditionell, sondern auch personell hat die Eintracht derzeit keine großen Probleme. Makoto Hasebe (Oberschenkelverletzung) und David Abraham (Wadenverletzung) werden zwar in den beiden Spielen bis Weihnachten weiter fehlen, sonst kann der Coach aber aus dem Vollen schöpfen. Gegen die defensiven Mainzer ist davon auszugehen, dass das Sturmtrio Sébastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic von Beginn an loslegen darf. Insgesamt haben die Drei bereits 40 Scorerpunkte alleine in der Liga gesammelt und damit deutlich mehr als die komplette Mainzer Mannschaft (27).

Nach dem Doppelpack gegen Mainz und Bayern mit Ex-Trainer Niko Kovac fährt Trainer Hütter nach Hause und will "reflektieren, das ist immer ganz gut". Sein Verein hat vor Weihnachten noch wichtige Personalfragen geklärt: Nach Marco Russ und Hasebe verlängerte am Dienstag auch Gelson Fernandes seinen Vertrag beim Pokalsieger bis 2020.

Der 32 Jahre alte Schweizer ist hochzufrieden mit dem Verlauf der bisherigen Saison, relativiert aber: "Im Winter und im Dezember hast du noch gar nichts erreicht." Daran würden auch sechs weitere Punkte im Endspurt nichts ändern.

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