Rangnick-Klartext bei RB Leipzig: Keita darf nicht gehen!

Spekulationen um einen Wechsel von Naby Keita brechen nicht ab.
Spekulationen um einen Wechsel von Naby Keita brechen nicht ab.  © DPA

Seefeld/Österreich - Ausgerechnet vor den internationalen Bewährungsproben in London plagt sich Champions-League-Debütant RB Leipzig gleich mit mehreren Verletzten.

Nationalstürmer Timo Werner hat eine Oberschenkelzerrung, Offensivmann Marcel Sabitzer eine Unterschenkelprellung, Mittelfeld-Antreiber Diego Demme tut das Knie weh und Abwehr-Routinier Marvin Compper zwickt der Unterschenkel.

Wer von den vier "Bullen"-Stars am Sonnabend gegen den FC Sevilla und tags drauf gegen Benfica Lissabon einsatzfähig sein wird, ist offen.

Der FC Sevilla, Europa-League Gewinner 2014, 2015 und 2016, reihte sich in der spanischen Meisterschaft in der vergangenen Saison hinter Meister Real Madrid, dem FC Barcelona und Atlético Madrid ein, könnte bei erfolgreicher Quali auch ein Gegner der Leipziger in der Champions League werden.

Ralf Rangnick äußerte sich zu den Wechselwünschen von Forsberg und Keita.
Ralf Rangnick äußerte sich zu den Wechselwünschen von Forsberg und Keita.  © DPA

Benfica Lissabon, Rekordmeister des Landes, gewann in der zurückliegenden Spielzeit das Double in Portugal und tritt wie der Bundesliga-Zweite ohne Umweg in der europäischen Meisterklasse an.

"Wir haben gesehen, dass noch ein bisschen was zu tun ist, bis die Pflichtspiele beginnen", betonte RB-Coach Ralph Hasenhüttl nach dem Test-1:0 gegen den türkischen Pokalsieger Konyaspor.

Werner hatte sich die Verletzung bei einem Torschussversuch ohne Fremdeinwirkung zugezogen, Sabitzer war gefoult worden und hatte einen Schlag auf die Wade bekommen.

Ein Risiko werden Hasenhüttl und die Mediziner des Vereins nicht eingehen, spätestens bis zum Bundesliga-Auftakt am 19. August bei Schalke 04 sollen alle Spieler fit sein.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick hat derweil Verständnis für den Wechselwunsch von Spielern wie Emil Forsberg und Naby Keita geäußert, gleichzeitig aber das Umfeld der Profis kritisiert. "Es braucht jemand, der sie einnordet. Die Jungs selber sind gar nicht das Problem. Das Problem ist das Umfeld, das ganze Dorf in Guinea oder irgendwelche Leute im Umfeld, die den Spielern erklären, warum sie das jetzt gleich machen müssen."

Rangnick geht davon aus, dass beide Leistungsträger auch in der kommenden Saison für die "Bullen" auflaufen. "Denn sie machen oft den Unterschied aus."

Titelfoto: DPA


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