So gefährlich kann Schlusslicht Köln für RB Leipzig werden

Angespannte Mine bei Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck. Unter ihm konnte der FC zuletzt regelmäßig punkten.
Angespannte Mine bei Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck. Unter ihm konnte der FC zuletzt regelmäßig punkten.  © DPA

Leipzig - Nach zwei Niederlagen in Folge will Bundesligist RB Leipzig am Sonntag (18 Uhr) wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Den Gegner, Schlusslicht 1. FC Köln, wird der Europa-League-Achtelfinalist aber keinesfalls unterschätzen. Auch, weil sich die Ruthenbeck-Elf in den letzten Wochen aus ihrem Formtief befreien konnte.

Am Donnerstag zogen die Sachsen trotz einer 0:2-Heimpleite gegen den SSC Neapel ins Achtelfinale der Europa League ein. Drei Tage zuvor endete auch das Bundesligaspiel in Frankfurt mit einer Niederlage (1:2, TAG24 berichtete).

Das zweite von vier Heimspielen in Folge bringt nun den 1. FC Köln in die Messestadt. Auf dem Papier sind die Rollen klar verteilt: Der Fünfte trifft auf den Letzten. Doch Obacht, die Geißböcke haben in der Rückrunde Selbstvertrauen getankt und immerhin acht Punkte aus sechs Spielen geholt.

Die Kölner, da ist sich Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl sicher, haben sich im Abstiegskampf noch nicht aufgegeben. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt mittlerweile zehn Punkte - nur noch, möchte man sagen. Zwischenzeitlich waren es schon einmal 13.

"Das letzte, worauf ich schaue, ist der Tabellenplatz des Gegners", sagte Hasenhüttl. Nur aufgrund der desolaten Hinrunde, die sie mit dem allerersten Sieg am 17. Spieltag gegen Wolfsburg (1:0) abschlossen, würde der FC ganz unten stehen.

Der direkte Vergleich spricht klar für RB Leipzig

In der Hinrunde hat der 1. FC Köln (hier Claudio Pizarro, l.) gegen die Roten Bullen (hier Stefan Ilsanker (M.) und Konrad Laimer) 1:2 verloren.
In der Hinrunde hat der 1. FC Köln (hier Claudio Pizarro, l.) gegen die Roten Bullen (hier Stefan Ilsanker (M.) und Konrad Laimer) 1:2 verloren.  © DPA

Auch die Rückkehr von Nationalspieler Jonas Hector und Stürmer Simon Terodde habe ihnen neuen Aufschwung gebracht. "Sie haben sich noch nicht aufgegeben und können unbekümmert auflaufen", so der 50-Jährige: "Sie haben nichts zu verlieren!"

Im direkten Vergleich hat RB klar die Hosen an: Zwei Siege und ein Unentschieden aus drei Spielen sprechen eine klare Sprache. In der Hinrunde gewann Leipzig in Köln 2:1 (TAG24 berichtete).

Die personelle Lage bei den Roten Bullen hat sich auch wieder entspannt. Kapitän Willi Orban, der gegen Neapel wegen einer Fleischwunde am Knie passen musste, ist für Sonntag fit. Naby Keita (Oberschenkelzerrung) musste sich am Samstag einem Belastungstest unterziehen. "Ob er spielen kann, ist noch nicht zu 100 Prozent sicher", sagte Hasenhüttl.

Yussuf Poulsen und Konrad Laimer waren zudem nach dem Spiel am Donnerstag ausgelaugt. "Konni wird gegen Köln aber noch mal ran müssen", so der Trainer. Mit der frischesten zur Verfügung stehenden Mannschaft will RB nach dem 2:0-Heimsieg gegen Augsburg den nächsten Dreier in der Red Bull Arena einfahren.

Nach dem Einzug ins Europa-League-Achtelfinale stehen dem Vizemeister nun zwei intensive Wochen bevor. Kommendes Wochenende kommt Bayern-Verfolger Dortmund nach Leipzig, danach warten vier Spiele in nur zehn Tagen auf die junge Truppe. Ein Sieg gegen Köln wäre da ein guter Start in die vollgepackte nächste Zeit.

Montag und Dienstag werden die Kicker laut Ralph Hasenhüttl eine Pause bekommen - unabhängig vom Ergebnis. Ab Mittwoch beginnt dann die Vorbereitung auf den BVB (Samstag, 18.30 Uhr). Mit aktuell nur zwei Punkten Rückstand auf den Zweiten können es die Bullen aus eigener Kraft schaffen, Dortmund am kommenden Wochenende im direkten Duell zu überholen - und wieder voll drin zu sein im Kampf um die Königsklasse.


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