Mit nur drei Verteidigern? RB Leipzig peilt Sieg gegen Verfolger Leverkusen an

Leipzig - Bundesliga-Vizemeister RB Leipzig könnte mit einem Sieg im Montagabendspiel (20.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation machen. Im Sechs-Punkte-Spiel streben die Sachsen einen Sieg gegen die Werkself an und werden höchstwahrscheinlich wieder mit einer Dreierkette verteidigen - notgedrungen.

Umkämpftes Remis im November: Diego Demme (l.) und Admir Mehmedi kämpfen um den Ball, am Ende ging keiner der beiden als Sieger vom Platz.
Umkämpftes Remis im November: Diego Demme (l.) und Admir Mehmedi kämpfen um den Ball, am Ende ging keiner der beiden als Sieger vom Platz.  © DPA

Das zumindest ließ Trainer Ralph Hasenhüttl durchblitzen. Eine Systemumstellung mit nur drei Verteidigern sei "denkbar" und könnte "durchaus passieren. Das würde vielleicht dazu führen, dass wir etwas stabiler werden." Entschieden sei dies aber noch nicht.

Immerhin war der 50-Jährige mit dieser Idee schon gegen den FC Bayern vor zwei Wochen überraschend erfolgreich: Die Roten Bullen siegten 2:1 und fügten dem Rekordmeister die erste Pleite seit dem 13. Spieltag zu (TAG24 berichtete).

Mehr oder weniger wird der Coach auch zu einer Umstellung der taktischen Ausrichtung gezwungen. Außenverteidiger Konrad Laimer fügte sich gegen Marseille am Donnerstag (1:0, TAG24 berichtete) einen Muskelriss im Oberschenkel zu und fällt vier bis sechs Wochen aus.

"Wir wissen noch nicht, wie wir seinen Ausfall kompensieren", sagte Hasenhüttl. Eine Dreier-Abwehrkette wäre des Rätsels Lösung. Zum Beispiel mit Orban, Upamecano und Ilsanker. Letzterer stieg nach überstandenen Knieproblemen am Wochenende erstmals wieder voll ins Mannschaftstraining ein, spielte schon gegen die Bayern stark.

Mehrere angeschlagene Spieler - Schiri Aytekin als Glücksbringer

Beim 2:2 in der Hinrunde konnten Timo Werner (2.v.l.) und Emil Forsberg (2.v.r.) RB jeweils in Führung bringen. Zum Sieg reichte es nicht.
Beim 2:2 in der Hinrunde konnten Timo Werner (2.v.l.) und Emil Forsberg (2.v.r.) RB jeweils in Führung bringen. Zum Sieg reichte es nicht.  © DPA

Die Einsätze von Flügelflitzer Bruma und Rechtsverteidiger Lukas Klostermann sind hingegen fraglich.

Während sich der Portugiese mit Knieproblemen herumplagt, bekam der U21-Nationalspieler einen Schlag auf den Oberschenkel und hat Achillessehnenprobleme.

Für Bruma könnte Marcel Sabitzer in die Startelf rücken. Eventuell spielt auch Kevin Kampl gegen seinen Ex-Klub von Beginn an. Dafür müssten wohl Naby Keita oder Diego Demme weichen.

Für die Leipziger ist das Duell gegen Leverkusen mit Blick auf die Champions League äußerst bedeutsam. Trainer Hasenhüttl spricht sogar vom "vielleicht wichtigsten Spiel in den letzten Wochen".

Sein Gegenüber, Heiko Herrlich, mache bei der Werkself einen richtig guten Job. "Leverkusen steht nicht umsonst da oben", so der Österreicher, der gern auch über 2019 hinaus an der Seitenlinie des aktuellen Tabellenfünften stehen würde (TAG24 berichtete).

"Wir wissen, dass wir zuhause eine Macht sind und auf alle Fälle unser Spiel durchdrücken wollen", betonte Hasenhüttl. Gewinnt Leipzig das Sechs-Punkte-Spiel, stünden sie vier Punkte vor Bayer: "Das wäre ein Riesenschritt für uns."

Mit Freude dürften die Bullen auch die Schiedsrichteransetzung für die Begegnung aufgefasst haben. Mit Deniz Aytekin leitet der Mann das Spiel, unter dem RB alle fünf Erst- und Zweitligaspiele gewonnen hat, vier davon mit mindestens zwei Toren Unterschied.

In der Hinrunde trennten sich beide Teams 2:2 (TAG24 berichtete). Die Torschützen - jeweils per Elfmeter - waren Timo Werner und Emil Forsberg. Für Leverkusen trafen Leon Bailey und Kevin Volland.


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