Keita-Rot und blutiges Ende: RB Leipzig holt gegen Gladbach einen Punkt

Timo Werner traf zum 1:0, am Ende holte RB aber nur einen Punkt.
Timo Werner traf zum 1:0, am Ende holte RB aber nur einen Punkt.  © DPA

Leipzig - Erfolgreiche Englische Woche für den Vizemeister: Nach dem 1:1 vor drei Tagen gegen die AS Monaco in der Champions League (TAG24 berichtete) punktete RB Leipzig auch im Heimspiel beim 2:2 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach.

42.558 Zuschauer verfolgten die Begegnung in der restlos ausverkauften Red Bull Arena, die als möglicher Austragungsort im Falle der erfolgreichen deutschen Bewerbung für die EM-Endrunde 2024 neben neun anderen Arenen auserwählt wurde (TAG24 berichtete). Den ebenfalls ausverkauften Gästeblock zierte im ersten Durchgang übrigens ein "Scheiß RB".

In einer munteren und jederzeit offenen Partie brachte Werner den Gastgeber nach 17 Minuten in Führung, Hazard konnte per Elfmeter ausgleichen (25.). Nur fünf Minuten später erzielte Augustin nach Traumpass vom wiedergenesenen Keita den 2:1-Halbzeitstand.

Nationalspieler Lars Stindl brachte Gladbach eine halbe Stunde vor dem Ende mit einem Weitschuss zum erneuten Ausgleich. Tore fielen danach keine mehr.

Einen Aufreger gab es aber kurz vor Schluss noch: Keita traf Kramer mit seinen Stollen im Gesicht, der Gladbacher brach blutend zusammen, Keita flog mit Rot vom Platz.

"Phantomas" Jean-Kevin Augustin (l.) ließ die Abwehr alt aussehen und vollendete nach Traumpass von Keita nach einer halben Stunde zur 2:1-Halbzeitführung.
"Phantomas" Jean-Kevin Augustin (l.) ließ die Abwehr alt aussehen und vollendete nach Traumpass von Keita nach einer halben Stunde zur 2:1-Halbzeitführung.  © DPA

Fünfmal hat RB-Coach Ralph Hasenhüttl im Vergleich zum Unentschieden gegen den französischen Meister gewechselt.

Keita meldete sich nach Verletzung zurück, ersetzte Sabitzer. Weiterhin spielte Bernardo (für Halstenberg), Kampl (für Ilsanker), Laimer (für Demme) und Augustin (für Poulsen) von Beginn an. Ilsanker rückte für Kapitän Orban in die Innenverteidigung.

Gladbachs Hofmann hatte nach eineinhalb Minuten die erste dicke Chance, schoss den Ball aber freistehend auf Höhe des Elfmeterpunkts über das Tor.

Die Leipziger XL-Rotation spürte man anfangs recht deutlich, es waren einige Abstimmungsprobleme im Passspiel dabei. Doch nach einer guten Viertelstunde hatte RB die Borussia-Abwehr geknackt: Bernardo setzte sich auf links durch, passte scharf nach innen. Dort vollendete Werner ins lange Eck - 1:0 (17.).

Bernardo brachte Hofmann nach 24 Minuten im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) entschied sofort auf Elfmeter. Gladbachs Thorgan Hazard ließ Gulacsi keine Chance und verwandelte sicher - 1:1 (25.).

Nach einer halben Stunde zauberten Keita und Augustin: Ersterer spielte einen Traumpass nach vorn, die verdutzte Gästeabwehr ließ Augustin mit einer Drehung über den Ball aussteigen und schloss eiskalt zum 2:1 ab. Mit diesem Spielstand auf der Anzeigetafel ging's auch in die Halbzeitpause.

Keita guckt nach dem 2:2-Ausgleich dumm aus der Wäsche. Kurz vor Schluss sah er Rot.
Keita guckt nach dem 2:2-Ausgleich dumm aus der Wäsche. Kurz vor Schluss sah er Rot.  © DPA

Gladbachs Übungsleiter Dieter Hecking wechselte zur Pause Patrick Herrmann für Jonas Hofmann ein. RB blieb unverändert.

Nach einer guten Stunde brachte Hasenhüttl mit Demme einen weiteren Mittelfeldspieler, um kein Risiko zu gehen. Torschütze Augustin musste für ihn weichen. Kampl rückte nach rechts, Keita nach innen.

Doch die Idee der erhöhten Sicherheit zahlte sich nicht aus. Lars Stindl traf in der 61. Minute per sehenswertem Weitschuss zum erneuten Ausgleich.

Der abermals pfeilschnelle und zweikampfstarke Upamecano sorgte ab der 70. Minute für das ein oder andere Pfeifkonzert aus dem Gästeblock. Der 18-Jährige festigte mit seiner Top-Leistung seinen Stammplatz neben Orban.

Der letzte "Höhepunkt" der Partie war ein hartes Foul von Keita an Kramer. Leipzigs Mittelfeldmotor traf den Gladbacher mit seinen Stollen im Gesicht, Kramer brach blutend zusammen. Keita sah Rot (84.). Danach war Schluss.

Das 2:2-Remis lässt die Sachsen auf Platz fünf abrutschen. Leipzig kann am Sonntag auch noch von Hoffenheim (gegen Hertha) verdrängt werden.

Zwei Tage Verschnaufpause nun, denn schon am Dienstag wartet auswärts der FC Augsburg im pickepackevollen Terminkalender auf die Roten Bullen. Anstoß ist 20.30 Uhr (Sky live).


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