RB Leipzig stand kurz vorm Champions League-Aus

Bei einem Champions League-Aus wären sicher auch zahlreiche RB-Fans auf die Barrikaden gegangen.
Bei einem Champions League-Aus wären sicher auch zahlreiche RB-Fans auf die Barrikaden gegangen.  © DPA

Leipzig - Das Champions-League-Debüt von RB Leipzig ist akut gefährdet gewesen. Das geht aus einem nun veröffentlichten Bericht der Europäischen Fußball-Union UEFA hervor.

Das berichten die Online-Portale der "Mitteldeutschen Zeitung" und der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag) berichteten. Der UEFA-Chefermittler José Cunha Rodrigues aus Portugal empfahl im Mai zunächst, den Bundesligisten nicht gemeinsam mit Red Bull Salzburg in der Königsklasse starten zu lassen.

Rodrigues warnte vor allem vor Problemen mit Artikel 5 des Wettbewerbsreglements, der sich mit Integrität des Wettbewerbs beschäftigt. Demnach dürfen zwei Vereine nicht maßgeblich von "einer Person/Unternehmen" abhängig sein.

Die Regeln fordern eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an der Champions League teilnehmenden Vereine. Für ihn vor allem ein Problem: Die vielen Transfers zwischen Salzburg und Leipzig (16), die Beteiligung bestimmter Personen an beiden Vereinen sowie die Ähnlichkeit der Logos.

Nach der negativen Empfehlung eröffnete die Finanzkontrollkammer der UEFA Ende Mai ein Verfahren, in dem sich beide Clubs äußern durften. Dabei hätten Leipzig und Salzburg eingeräumt, dass ein Einfluss von Red Bull bei beiden Clubs nicht zu leugnen sei. Aber er sei keineswegs bei beiden Vereinen "entscheidend".

RB Leipzig's Geschäftsführer Oliver Mintzlaff kämpfte für die Teilnahme seiner Mannschaft an der Chmapions League.
RB Leipzig's Geschäftsführer Oliver Mintzlaff kämpfte für die Teilnahme seiner Mannschaft an der Chmapions League.  © DPA

Vor allem die Österreicher nahmen in den vergangenen Monaten einige Veränderungen vor, um ihre Unabhängigkeit von Red Bull zu untermauern.

So sollen Personen aus dem Verein entlassen worden sein, die offensichtlich mit dem Getränkekonzern verbunden waren. Zudem wurden Darlehensverträge zwischen dem Verein und Red Bull beendet.

Auch Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte betont, RB habe "gemeinsam mit unseren Gesellschaftern Änderungen vollzogen, um die Regeln zur Integrität des Wettbewerbs einzuhalten".

Das sah die UEFA dann auch so. Beide Clubs hätten "bedeutende Management- und strukturelle Änderungen (hinsichtlich Unternehmensfragen, Finanzen, Personal, Sponsoring usw.) vorgenommen", hieß es in der Begründung zur Zulassung beider Clubs am 20. Juni. Man sei zu der Auffassung gelangt, "dass keine natürliche oder juristische Person mehr entscheidenden Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Clubwettbewerb teilnehmenden Verein hat."

Ende gut, alles gut.


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