Legt RB Leipzig die Personalie "Dominik Kaiser" zu den Akten?

Dominik Kaisers Vertrag bei RB Leipzig läuft im Sommer aus. Wie sieht die Zukunft des Rekordspielers aus?
Dominik Kaisers Vertrag bei RB Leipzig läuft im Sommer aus. Wie sieht die Zukunft des Rekordspielers aus?  © DPA

Leipzig - Wird er verkauft, verlängert er oder lässt RB Leipzig seinen Vertrag auslaufen? In der Personalie "Dominik Kaiser", Ex-Kapitän und mit 164 Spielen Rekordspieler der Roten Bullen, gibt es nur diese drei Konstellationen. Doch welche ist am wahrscheinlichsten?

Nach dem 1:2 gegen Besiktas Istanbul stand der 29-Jährige Rede und Antwort. Es ging nicht nur um eine Einschätzung des Spiels. Vielmehr wollte man aus dem gebürtigen Württemberger herauskitzeln, wie seine Zukunft an der Pleiße aussieht.

"Meine Situation ist nicht zufriedenstellend", gab Kaiser zu, "ich mache mir Gedanken, wie es weitergeht." Das sollte er sich auch, will er sportlich nicht einrosten.

Kaiser stand gerade einmal in fünf Spielen der 22 Pflichtspiele für RB auf dem Platz, spielte insgesamt nur 79 Minuten.

In der letzten, der Premieren-Saison der Leipziger in der Bundesliga, kam der 29-Jährige immerhin in 26 Spielen zum Einsatz, von denen er aber nur fünf über die volle Distanz auflief. Doch der Publikumsliebling hat in doppelter Hinsicht Geschichte geschrieben. Mit 164 Spielen ist er seit Mittwoch der Rekordspieler des amtierenden Vizemeisters. Zudem erzielte er beim 2:2 zum Bundesliga-Auftakt 2016 Leipzigs erstes Tor im Oberhaus.

Und was wird nun aus seiner Karriere? Bisher spräche "nichts dagegen", bis zum Sommer in der Messestadt zu bleiben. Genau dann, also im Juni 2018, läuft sein Vertrag aus - nach sechs Jahren RB. "Ich hoffe, dass ich noch die ein oder andere Chance bekomme", hofft der Mittelfeldspieler.

Trainer Ralph Hasenhüttl (50) lobte den dienstältesten Spieler in höchsten Tönen für dessen Verhalten. "Er ist ein tadelloser Teil unseres Kaders, der sich nie beschwert, wenn er nicht spielt", so der Österreicher.

Spätestens im Sommer, so viel dürfte feststehen, gehen RB Leipzig und sein Rekordspieler getrennte Wege. Ein Wechsel in die 2. Bundesliga kommt für den 29-Jährigen dann aber nicht in Frage. "Das hat nichts mit Arroganz zu tun. Ich will noch drei, vier Jahre auf möglichst hohem Niveau spielen", sagte er der "LVZ".


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