In Unterzahl! Selke-Gala bringt Ex-Klub RB Leipzig zum Schweigen

Ausgerechnet der Ex-Spieler! Davie Selke traf für Hertha gegen seinen ehemaligen Verein RB Leipzig doppelt und gestikulierte danach Richtung Bullen-Bank.
Ausgerechnet der Ex-Spieler! Davie Selke traf für Hertha gegen seinen ehemaligen Verein RB Leipzig doppelt und gestikulierte danach Richtung Bullen-Bank.  © Picture Point/S. Sonntag

Leipzig - Unglaublich! Davie Selke, der im Sommer von RB Leipzig zu Hertha BSC wechselte, knockte im ersten direkten Duell seinen Ex-Klub mit zwei Toren aus. Die Roten Bullen mussten sich zum Abschluss der Hinrunde den Hauptstädtern vor 36.109 Zuschauern trotz 83 Minuten Überzahl mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Damit ist auch die Vize-Herbstmeisterschaft futsch.

Nach den Anti-RB-Schmierereien im Vorfeld des Spiels in der Nähe der Red Bull Arena (TAG24 berichtete) konnten die Bullen nicht die passende Antwort auf dem Platz geben.

Während der Verlesung der Mannschaftsaufstellung verkündete Stadionsprecher Tim Thoelke die vorzeitige Vertragsverlängerung von Torhüter Peter Gulacsi. Sein neuer Kontrakt läuft jetzt bis 2022. (TAG24 berichtete).

Die Partie begann fulminant. Nachdem der Ex-Bulle Davie Selke zur Führung für die Hertha traf und gegen die Bullen Bank gestikulierte (6.), sah der Berliner Torunarigha nach einer Notbremse gegen Timo Werner Rot (7.).

RB dominierte fortan die Partie mit viel Ballbesitz, brachte jedoch keinen ordentlichen Angriff zu Ende. Das rächte sich, als Kalou nach einem Freistoß per Kopf zum 2:0 für BSC traf (31.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte wieder Selke nach einer Ecke sogar auf 3:0 für Hertha (51.). Kapitän Willi Orban brachte RB nach 68 Minuten auf 1:3 heran. Marcel Halstenberg konnte in der Nachspielzeit noch weiter verkürzen (90.+2), mehr passierte aber nicht.

Mit einer unnötigen Niederlage verabschiedete sich der Vizemeister also von seinen Fans.

Die Führung: Davie Selke (l.) erzielt in der 6. Minute das 1:0 für die Gäste.
Die Führung: Davie Selke (l.) erzielt in der 6. Minute das 1:0 für die Gäste.  © Picture Point/R. Petzsche

Zum letzten Hinrundenspiel nahm RB-Trainer Ralph Hasenhüttl lediglich einen Wechsel im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel vor. Für den Gelb-Rot-gesperrten Upamecano begann Kapitän Orban, der beim VfL geschont wurde.

In der 5. Minute prüfte Bruma mit einem scharfen Schuss Herthas Keeper Jarstein das erste Mal. Im direkten Gegenzug wurde es bitter: Esswein spielte über Rechts Ex-RB-Spieler Selke an, der mit einem schönen Schuss aus der Drehung die Führung für die Gäste erzielte (6.).

Beim ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff stoppte Herthas Torunarigha Stürmer Werner als letzter Mann. Schiedsrichter Willenborg gab Rot. Den fälligen Freistoß setzte Halstenberg knapp neben das Tor (9.).

RB dominierte das Spiel mit fast 70 Prozent Ballbesitz. Viele Angriffe wurden über den pfeilschnellen Bruma abgewickelt, der die Kugel aber mehrfach unnötig verlor und so Konterchancen einleitete.

Es war einmal mehr ein Standard, der den Vizemeister vor Probleme stellte. Lazaro brachte einen Freistoß von der Seitenauslinie vors Tor, Kalou nickte in Unterzahl ein - 0:2 (31.). Sechs Minuten später hämmerte der für Konaté eingewechselte Demme den Ball an die Latte. RB drückte immer mehr.

Auch mit artistischen Einlagen (hier Jean-Kevin Augustin, l.) war es schwer, Herthas Keeper Rune Jarstein zu überwinden.
Auch mit artistischen Einlagen (hier Jean-Kevin Augustin, l.) war es schwer, Herthas Keeper Rune Jarstein zu überwinden.  © Picture Point/S. Sonntag

Davie Selke konnte nach dem Seitenwechsel erhöhen. Nach einer Ecke ging Demme im Zweikampf gegen Selke zu Boden, der Hertha-Stürmer traf frei zum 3:0 (51.).

Beinahe wären die Selke-Festspiele ausgerufen worden, doch einen Konter setzte er nur an den Pfosten (62.).

Wenn schon die Angreifer nicht treffen, muss es für RB eben ein Verteidiger machen. 68 Minuten waren rum, als Kapitän Orban auf 1:3 verkürzte. Danach ging Selke vom Platz.

Die Begegnung spielte sich komplett in der Berliner Hälfte ab. Die Hausherren warfen alles nach vorn, hatten aber nicht mehr viel Zeit und mussten noch zwei Tore aufholen.

In der Nachspielzeit köpfte Halstenberg RB auf 2:3 ran (90.+2), prallte dabei aber auch mit dem Rücken an den Pfosten und wurde behandelt. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter ab.

Das war's für dieses Jahr! Zwei Wochen Pause gönnt Hasenhüttl seiner Mannschaft jetzt, ehe es am 2. Januar mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Schalke 04 (13. Januar, 18.30 Uhr) weitergeht.


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