RB-Leipzig-Coach Hasenhüttl packt aus: "Der FC Bayern wollte mich haben!"

Mainz/Leipzig - Anfang des Jahres gab es Spekulationen, der FC Bayern könnte sich als Nachfolger für Trainer-Urgestein Jupp Heynckes (72) bei RB Leipzig bedienen (TAG24 berichtete). Und tatsächlich hat der deutsche Rekordmeister bei Ralph Hasenhüttl (50) angefragt.

Ralph Hasenhüttl ist seit Juli 2016 Trainer von RB Leipzig. Im Januar riefen die Bayern-Bosse an und wollten ihn als Nachfolger für Jupp Heynckes verpflichten.
Ralph Hasenhüttl ist seit Juli 2016 Trainer von RB Leipzig. Im Januar riefen die Bayern-Bosse an und wollten ihn als Nachfolger für Jupp Heynckes verpflichten.  © Picture Point/R. Petzsche

"Es gab einen losen telefonischen Kontakt im Januar", bestätigte der Österreicher am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio". Für den TV-Auftritt war er nach dem Sieg gegen Wolfsburg (4:1, TAG24 berichtete) extra nach Mainz angereist.

Beim Telefonat habe er seinem Gesprächspartner, den er nicht namentlich nennen wollte, das gesagt, was er auch schon öffentlich betont hatte: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich für den FC Bayern eine 1A-Lösung bin."

Hasenhüttl habe ohnehin nur eines im Sinn gehabt: "Diesen Verein, für den ich gerne arbeite, weiter nach vorn zu bringen." Zudem will er - wenn überhaupt - nur dann von der sächsischen in die bayrische Metropole wechseln, wenn er die 1A-Lösung ist. Und als diese sieht er sich (noch) nicht.

"Ich glaube nicht, dass ein Trainer Hasenhüttl Kandidat für den FC Bayern sein kann. Der FC Bayern ist in der Lage, jeden Trainer der Welt zu holen. Einen mit wesentlich mehr Erfahrung und mehr Titeln als ich", sagte der 50-Jährige im Dezember. Bei seiner letzten Station als Profi war der ehemalige Stürmer von 2002 bis 2004 bei der Reserve des FC Bayern auf Torejagd, beendete danach seine Karriere.

In 82 Pflichtspielen konnte Ralph Hasenhüttl 40 Siege mit RB Leipzig feiern (17 Unentschieden, 25 Niederlagen). Sein Punkteschnitt liegt dabei bei 1,67 pro Spiel - der beste Wert in seiner Trainerkarriere, allerdings auch der zweitschlechteste aller bisherigen RB-Coaches.

Hasenhüttls Vertrag läuft im Sommer 2019 aus. Gespräche über eine Verlängerung werden erst nach dem letzten Spiel am kommenden Samstag bei Hertha BSC geführt (TAG24 berichtete). Ob er bleibt, hängt maßgeblich auch vom Abschneiden am Saisonende ab. Zu den Bayern wird er vorerst nicht gehen. Die haben sich Niko Kovac von Eintracht Frankfurt geschnappt.


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