RB Leipzig dreht Verfolgerduell und feiert Timo Werner

Timo Werner war nach seinem 2:1-Siegtreffer der Matchwinner gegen Verfolger Hannover 96.
Timo Werner war nach seinem 2:1-Siegtreffer der Matchwinner gegen Verfolger Hannover 96.  © Picture Point/R. Petzsche

Leipzig - Im Schatten des Krachers vom BVB am Abend gegen den FC Bayern standen sich drei Stunden vorher RB Leipzig und Hannover 96 im Verfolgerduell gegenüber. In einer zähen Partie drehte RB dank Timo Werner das Spiel und gewann vor 40.461 Zuschauern 2:1 (0:0).

Die Partie leitete übrigens Martin Petersen, den im Pokalspiel in Osnabrück 2015 ein Feuerzeug aus dem VfL-Block am Kopf traf. RB gewann damals am Grünen Tisch 2:0.

Durchgang eins wurde zwar von RB dominiert, nach vorn fehlte aber der Druck und der letzte Wille. Es kamen nur wenige Torchancen auf beiden Seiten zustande. Die dickste vergab Werner kurz vor der Halbzeit.

Hannovers Jonathas konnte die Gäste nach 56 Minuten in Führung bringen, Poulsen glich aus (70.). Werner konnte fünf Minuten für Schluss das Spiel zum 2:1-Sieg drehen.

RB feiert Timo Werner und steht nur einen Punkt hinter dem FC Bayern!

Sinnbild des ersten Durchgangs: Timo Werner schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Da musste einfach mehr kommen.
Sinnbild des ersten Durchgangs: Timo Werner schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Da musste einfach mehr kommen.  © Picture Point/R. Petzsche

Gleich sechsmal wechselte RB-Coach Ralph Hasenhüttl im Vergleich zur Startelf in Porto. Für Bernardo, Orban (Rotsperre), Kampl, Keita, Forsberg und Augustin (verletzt) begannen Klostermann, Konaté, Demme, Laimer, Poulsen und Werner.

Das Leipziger Spiel wirkte trotz der vielen frischen Spieler in der Anfangsviertelstunde sehr behäbig. RB war vor allem auf Ballbesitz aus, hatte aber kaum Zug zum Tor. Das lag auch an Hannovers guter Defensive - die zweitbeste der Liga.

Erst in der 16. Minute konnten die Fans der Bullen aufschreien. Nach einem Weitschuss von Sabitzer konnte Hannover-Keeper Tschauner den Ball nur abprallen lassen. Auch Werner scheiterte mit seinem Nachschuss, stand dabei aber ohnehin im Abseits.

Wenig später traf Werner dann ins Tor, stand jedoch nach einem Sabitzer-Schuss erneut im Abseits. Im Gegenzug verpassten auch die Gäste in Person von Felix Klaus die Führung (25.).

Hasenhüttl lief in seiner Coachingzone auf und ab, dirigierte seine Spieler hin und her und schien (zurecht) nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Werner hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach Bruma-Hereingabe die Riesenchance zum 1:0. Doch der Schuss wurde von Korb noch abgefälscht und knallte nur gegen die Latte. Danach gings in die Kabinen.

Yussuf Poulsen konnte in der 70. Minute zum verdienten 1:1-Ausgleich treffen.
Yussuf Poulsen konnte in der 70. Minute zum verdienten 1:1-Ausgleich treffen.  © Picture Point/R. Petzsche

Hasenhüttl musste seinen Jungs noch mal ordentlich Feuer unterm Hintern machen, sollte es mit dem Dreier gegen Verfolger Hannover klappen.

Doch in Führung gingen die Gäste. Jonathas traf nach feinem Doppelpass mit Ihlas Bebou zum 1:0 für den Aufsteiger (56.).

RB reagierte, Keita (für Laimer) sollte für mehr Furore im Spielaufbau sorgen. Und es kam, was letztendlich verdient war.

Nach Werners Pass aus dem Vollsprint direkt in den Lauf von Poulsen traf der Däne zum Ausgleich (70.). Der bis dato glücklose Werner konnte fünf Minuten vor dem Ende nach Superpass von Forsberg das Spiel drehen - 2:1 (85.).

Leipzig klettert durch den Erfolg auf Platz zwei, Hannover rutscht um einen Rang auf fünf.

Nach der Länderspielpause steht für RB das Auswärtsspiel in Leverkusen an. Anpfiff in der BayArena am Samstag, 18. November, ist 15.30 Uhr.


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