"Tut mir leid!" RB Leipzigs Rotsünder Forsberg bereut Schlag nach Gegner

Leipzig - Mit einer erneut schwachen Abwehrvorstellung hat sich RB Leipzig am Samstag gegen Mitkonkurrent Hoffenheim daheim eine deftige 2:5-Pleite eingehandelt (TAG24 berichtete). Eine Szene sorgte anschließend für viel Diskussionsstoff: Emil Forsbergs Rote Karte.

Die Begegnung war schon nach der ersten Halbzeit (0:3) entschieden. Doch nach Emil Forsbergs Roter Karte kurz nach Wiederanpfiff erst recht.
Die Begegnung war schon nach der ersten Halbzeit (0:3) entschieden. Doch nach Emil Forsbergs Roter Karte kurz nach Wiederanpfiff erst recht.  © DPA

Wir schreiben die 47. Minute im "Kampf um Europa" zwischen den Roten Bullen und Hoffenheim. Die Gäste führen bereits 3:0, da lässt sich Angreifer Emil Forsberg zu einer Tätlichkeit hinreißen.

Im Zweikampf wird er von Gegenspieler Florian Grillitsch gehalten, gezerrt, gerempelt. Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) pfeift nicht ab. Erst, nachdem mit dem Leipziger die Pferde durchgehen.

Der schwedische Nationalspieler versucht sich von Grillitsch zu lösen und schlägt mit seinem Arm nach hinten aus. Der Hoffenheimer bekommt diesen Schlag auf die Brust, sinkt auf den Boden und hält sich das Gesicht. Welz zögert nicht und zeigt Forsberg Rot.

"Ich habe ihn nicht im Gesicht getroffen, sondern auf der Brust und das auch nicht hart", erklärte der 26-Jährige nach dem Spiel. "Ich habe einen Schlag nach dem anderen bekommen. Wenn er [der Schiedsrichter, Anm. d. Red.] eher abpfeift, kommt es nicht zu dieser Situation."

Gleichzeitig entschuldigte sich der Rotsünder aber auch: "Es tut mir leid!" Wie viele Partien er aussetzen muss, entscheidet nun das DFB-Sportgericht. Die Rote Karte könnte auch annulliert werden. Doch dies ist sehr unwahrscheinlich. "Wenn es mehr als zwei Spiele werden, wäre das nicht korrekt", so Forsberg, der direkt im Nachgang mit Trainer Ralph Hasenhüttl in die Schiedsrichterkabine ging und dem Gespann die Situation aus seiner Sicht erklärte.

Zusätzlich zum Ärger über den Platzverweis gesellten sich am Samstag (mal wieder) auch Abwehrsorgen hinzu. RB kassierte in den letzten vier Partien 15 Gegentore. "Im Moment haben wir da vorn nicht zu suchen", bewerte Hasenhüttl die aktuelle Situation.

Torhüter Peter Gulacsi, sonst immer eine wichtige Säule im Team aber gegen Hoffenheim auch mit einigen Patzern, wurde auch deutlich: "Heute ist alles schiefgelaufen."

Absolut verzweifelt! In den letzten Wochen offenbarte RB Leipzig einige ungewohnte Schwachstellen. Viel Arbeit kommt für Trainer Ralph Hasenhüttl in den letzten drei Wochen zu.
Absolut verzweifelt! In den letzten Wochen offenbarte RB Leipzig einige ungewohnte Schwachstellen. Viel Arbeit kommt für Trainer Ralph Hasenhüttl in den letzten drei Wochen zu.  © Picture Point/S. Sonntag

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0